Fettnäpfchen oder Volltreffer?

Zwei männliche Modellfiguren schütteln sich die Hände
Die ersten Tage im Betrieb sind gar nicht so ohne. Wie verhält man sich richtig als neuer Mitarbeiter?
Foto: Martin Rehm

Start ins Berufsleben

Fettnäpfchen oder Volltreffer?

Situationen wie die folgenden können in den ersten Tagen im (neuen) Beruf durchaus vorkommen. Wie haben unsere fiktiven Berufseinsteiger sie gelöst – und was könnten sie besser machen? Daniela Wilke, Berufs- und Studienberaterin der Arbeitsagentur Berlin Nord Reinickendorf, gibt Berufsanfängern Tipps.

1. Szenario: Überflüssiger Papierkram?

Violetta kann es kaum glauben: Nun liegt er vor ihr, der Arbeitsvertrag für eine unbefristete Stelle als Industriekauffrau bei einem großen Maschinenbauunternehmen. Sie sitzt zu Hause am Schreibtisch und zückt voller Vorfreude schon den Stift. Ein seriöser Betrieb, da stimmt doch sicher alles mit dem Vertrag und sie kann bedenkenlos unterschreiben. Oder? Die 21-Jährige zögert. Warum steht dort etwas von sechs Monaten Probezeit, war in dem Bewerbungsgespräch davon überhaupt die Rede gewesen? Sie kann sich nicht erinnern und zeigt den Vertrag ihren Eltern. Der Vater bestätigt, ein halbes Jahr Probezeit ist durchaus normal. Wahrscheinlich hatte sie es in der Aufregung überhört. Gemeinsam sehen sie sich den Vertrag noch einmal durch: alles Standard, auch das Gehalt stimmt. Beruhigt unterschreibt Violetta und kehrt an ihren Schreibtisch zurück, um im Internet nach einer Krankenversicherung zu recherchieren. Oder ist das nun übertrieben?

Das sagt die Berufsberaterin:

Ein Porträt-Foto von Daniela Wilke

Daniela Wilke

Foto: Privat

Violetta hat sich absolut richtig verhalten. Auch bei den vertrauenswürdigsten Vertragspartnern sollte man sich Verträge genau ansehen, bevor man sie unterschreibt. Bereits vor Arbeitsbeginn sollte man sich zudem um die wichtigsten Papiere kümmern. Dazu gehören auf jeden Fall der Sozialversicherungsausweis und eine Krankenversicherung, die sich der Arbeitnehmer selbst aussuchen kann und dem Chef dann mitteilen muss, damit sie bei der Gehaltsabrechnung berücksichtigt werden kann – der Arbeitnehmeranteil wird dabei abgezogen.

2. Szenario: Vor dem Kleiderschrank

Hemd oder T-Shirt ...? Grübelnd lässt Niklas (23) seinen Blick über das Innenleben seines Kleiderschranks schweifen. Die T-Shirts sind klar in der Überzahl. Das gestreifte Hemd hat er zuletzt bei der Hochzeit seines Bruders getragen und fühlte sich damit ziemlich verkleidet. Das karierte Hemd sieht nach Holzfäller aus ... und das war es auch schon. Ach was soll’s, als Wirtschaftsingenieur im Backoffice eines Automobilherstellers wird er kaum Kundenkontakt haben. Und es geht doch im Berufsleben auch darum, Persönlichkeit zu zeigen. Er entscheidet sich für ein schon etwas verwaschenes Polo-Shirt zur Jeans, das er gern in seiner Freizeit trägt. Es steht ihm super und hat immerhin einen Kragen. Eine gute Idee für den ersten Arbeitstag?

Das sagt die Berufsberaterin:

Da hat Niklas wahrscheinlich danebengegriffen. In Berufen wie diesem ist Businesslook auch dann angemessen, wenn man keinen direkten Kundenkontakt hat. Grundsätzlich ist es besser, am ersten Tag etwas schicker gekleidet zu kommen. Am besten achtet man bereits beim Bewerbungsgespräch auf die Kleidung der Mitarbeiter oder fragt vor dem ersten Arbeitstag nach. Ein Polo-Shirt kann passen, es sollte aber nicht verwaschen sein. Im Zweifel gilt: Lieber over- als underdressed erscheinen.

3. Szenario: Im Schneckentempo

Mit ihrem exzellenten Masterabschluss in Kommunikationspsychologie hatte Leslie (27) die Personalchefin des Marktforschungsinstituts schnell überzeugt. Auch bei der Planung ihres ersten Arbeitstages überlässt sie nichts dem Zufall: Ihr Auto kommt frisch durchgecheckt aus der Werkstatt, zusätzlich zum Navi liegt ein Stadtplan auf dem Beifahrersitz bereit. Für die etwas verzwickte Route plante sie genau so viel Zeit ein wie für die Fahrt zum Vorstellungstermin: 45 Minuten hatten locker ausgereicht. Und jetzt das: Im Schneckentempo geht es durch die Innenstadt. Alles hat die neue Marktforscherin einkalkuliert, nur den morgendlichen Berufsverkehr nicht. Das Bewerbungsgespräch war am frühen Nachmittag gewesen. Soll sie anrufen? – Lieber nicht, sie hat keine Freisprechanlage und rechts ranfahren kostet extra Zeit. Zwanzig Minuten später als vorgegeben steht Leslie vor der Tür des Instituts. Was soll sie nun bloß sagen?

Das sagt die Berufsberaterin:

Grundsätzlich ist eine gute Planung immer ratsam. Dennoch hätte Leslie den Arbeitsweg vorab zu den regulären Arbeitszeiten einmal abfahren sollen. Ein weiterer Fehler ist, einfach später vor der Tür zu stehen. Das kleinere Übel wäre hier gewesen, die Minuten für ein Telefonat von unterwegs noch in Kauf zu nehmen, die Verspätung rechtzeitig anzukündigen und die Situation ehrlich zu schildern. Zudem sollte Leslie sich bei der Ankunft entschuldigen und in Zukunft mehr Zeit einplanen.

4. Szenario: Begrüßung im Kumpelton

Das fängt ja nett an: Kaum hat Marcel, frisch ausgelernter Immobilienkaufmann, die Tür hinter sich geschlossen, wird er auch schon mit großem Hallo von den Kollegen begrüßt. „Du kannst Dir diesen Schreibtisch einrichten“, zeigt ihm Herr Friedrichs, der älteste Mitarbeiter des Maklerbüros, mit einladender Geste seinen Arbeitsplatz. „Oh danke, das ist nett von D ...“ Marcel hält inne und besinnt sich. „Das ist sehr freundlich von Ihnen, Herr Friedrichs. Oder wäre es in Ordnung, wenn ich auch Du sage?“ – Hat er alles richtig gemacht?

Das sagt die Berufsberaterin:

Marcel hat sich soweit richtig verhalten, da man als Neuer nicht ungefragt zum Du übergehen sollte. Auch am Arbeitsplatz sind die allgemeinen Höflichkeitsregeln zu beachten: Der Ältere oder der Vorgesetzte bietet jeweils das Du an. Den Satz „Oder wäre es in Ordnung, wenn ich auch Du sage?“ hätte Marcel sich sparen sollen. Lieber kommentarlos Siezen und darauf warten, dass Herr Friedrichs ihm antwortet: „Übrigens kannst Du auch gern Du zu mir sagen.“

5. Szenario: „Kreativ wie ein Suppentopf“

Der erste Vormittag ist geschafft und das Team ist klasse. Erleichtert nimmt Leon Platz am gemeinsamen Kantinentisch. Weil er seine Ausbildung zum Kommunikationsdesigner an einer Berufsfachschule absolvierte, ist der Alltag in der Agentur für ihn noch ziemlich ungewohnt. Er ist froh, dass die Kollegen ihn gleich in ihr Gespräch einbeziehen. Nach einigen Scherzen über ein ungewöhnliches Layout, das ein Kunde am Vormittag wünschte, geht es nun um Moritz Müller, einen Quereinsteiger, der als Anwärter auf die neu zu besetzende Position des Art Directors gilt. „Er hat nach seiner Banklehre jahrelang im Vertrieb gearbeitet und kann mit Zahlen umgehen, ist aber kreativ wie ein Suppentopf“, spottet Frank, ein älterer Kollege, der Leon direkt gegenüber sitzt. Leon fühlt sich angesprochen, obwohl er diesen Moritz noch gar nicht kennt. „Also ich finde auch, das klingt merkwürdig“, sagt Leon. „So ganz ohne Abschluss im Designbereich, das ist ja kaum zu glauben.“ – Ist es angemessen, dass Leon sich auf diese Weise in das Gespräch einbringt?

Das sagt die Berufsberaterin:

Auf keinen Fall. In unerwarteten oder kritischen Situationen wie dieser sollte man sich zurückzuhalten, bis man die Firmenkultur oder -strukturen kennt. Und Lästern ist immer gefährlich. Wenn Leon das Gefühl hat, um seine Meinung gefragt worden zu sein, sollte er wahrheitsgemäß antworten und zugeben, dass er den Kollegen selbst noch gar nicht kennt – und gar nicht weiter darauf eingehen.

6. Szenario: Kritik annehmen

„Schauen Sie mal, da müssen Sie wohl noch nachbessern.“ Kollege Müller nickt in Richtung der Bauzeichnung, die vor Anina Schäfer am Monitor prangt. Die 22-Jährige wurde vor zwei Monaten eingestellt und ist mit der CAD-Software durch ihre Ausbildung vertraut. Doch tatsächlich, da hat sich ein Fehler im Grundriss eingeschlichen. „Stimmt, das ist mir gar nicht aufgefallen, vielen Dank!“, antwortet sie. „Das nächste Mal werde ich noch besser aufpassen.“ Oder hätte sie sich lieber eine Ausrede einfallen lassen sollen? Nicht, dass der Chef es auch noch mitbekommt ...

Das sagt die Berufsberaterin:

Anina hat sich richtig verhalten, denn gerade in der Anfangszeit kann man nicht alles wissen. Ausreden kommen grundsätzlich nicht gut an. Kritik annehmen zu können und dabei sachlich zu bleiben, zeugt hingegen von Professionalität.

7. Szenario: Nach den ersten Wochen

Inzwischen sind zehn Wochen vergangen, seit Niklas‘ erstem Arbeitstag im Automobilkonzern. Lässig im Polo-Shirt aufzutauchen war keine gute Idee gewesen, doch Frau Stolten, die Abteilungsleiterin, hatte ihn mit einem gütigen Lächeln darauf aufmerksam gemacht. Seit dem zweiten Tag trägt er Hemden und hat sich auch ansonsten in jeder Hinsicht ins Zeug gelegt. Doch noch ist er in der Probezeit ... Macht er nun wirklich alles richtig? Niklas möchte Gewissheit haben. In einer ruhigen Minute geht er auf seine Vorgesetzte zu. „Frau Stolten, wäre es möglich, ein Gespräch zu meiner bisherigen Leistung zu führen? Ihre Einschätzung würde mir sehr weiterhelfen.“ – Eine gute Idee oder ist es zu dreist, nach Feedback zu fragen?

Das sagt die Berufsberaterin:

Richtig verhalten, da Niklas damit Interesse an der eigenen Leistung und Eigeninitiative zeigt. Seine höflich formulierte Frage ist nicht zu dreist. Es steht Mitarbeitern zu, nach Feedback zu fragen, doch der Ton sollte dabei nicht zu fordernd oder bevormundend Vorgesetzten gegenüber sein – und der Moment sollte passen: in einer ruhigen Minute, nicht zwischen Tür und Angel. Übrigens gibt es in vielen Betrieben auch regelmäßig Beurteilungs- und Mitarbeitergespräche, über die man sich als Neuling informieren sollte – damit erübrigt sich manche Nachfrage.

 

Start ins Berufsleben

Erste-Tage-ABC

Worauf kommt es in den ersten Tagen im Berufsleben an? Welche Dokumente muss man mitbringen, worum sollte man sich schon im Vorfeld kümmern? Was sollte man im Umgang mit den neuen Kollegen beachten, wovon möglichst die Finger lassen? Im Erste-Tage-ABC erhältst du wichtige Infos, Dos und Don‘ts.

A wie Ausweis

Was grundsätzlich ratsam ist, ist in manchen Branchen wie dem Baugewerbe, dem Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, bei Unternehmen der Forstwirtschaft und im Gebäudereinigungsgewerbe sogar Pflicht: das Mitführen eines gültigen Personalausweises. Auf Verlangen muss man ihn etwa den Behörden der Zollverwaltung vorlegen. Solche Kontrollen können unangekündigt vorgenommen werden.

B wie Bankverbindung

Spätestens mit Beginn deiner Tätigkeit solltest du deinem Arbeitgeber deine Bankverbindung mitteilen. Hast du noch kein Girokonto, solltest du auf jeden Fall im Vorfeld eine Bank deiner Wahl aufsuchen und eines eröffnen.

C wie chatten

Arbeit ist Arbeit, Freizeit ist Freizeit. Das solltest du nicht nur am Anfang deines Berufslebens beachten. Private Chats mit Freunden oder Familie solltest du deshalb nicht während der Arbeitszeit führen, sondern in den Pausen oder nach Feierabend.

D wie Dienstbeginn

Deine wöchentlichen Arbeitszeiten sind im Arbeitsvertrag geregelt. Wann du morgens da sein musst, klärst du am besten schon vor dem ersten Arbeitstag mit deinem direkten Vorgesetzten oder deinen Kollegen (siehe auch: Z wie Zu spät kommen).

E wie Einstand

In vielen Firmen ist es üblich, dass neue Kollegen ihren Einstand feiern, indem sie „einen ausgeben“. Wichtig hierbei: Alkohol sollte keine Rolle spielen. Oft ist es eher üblich, zum Beispiel einen Kuchen mitzubringen. Um herauszufinden, was in deinem neuen Unternehmen Usus ist, warte lieber erst einmal ab und fühle vor. Wenn du deine Kollegen etwas besser kennst, bekommst du ein Gefühl dafür, was sie gerne mögen und was angebracht ist.

F wie fachliche Vorbereitung

Niemand wird erwarten, dass bei dir von Anfang an alles läuft wie bei „alten Hasen“, schon gar nicht bei neuen Mitarbeitern, die frisch aus der Ausbildung oder dem Studium kommen. Dennoch sollte man sich etwas vorbereiten und zum Beispiel im Internet Informationen über das Unternehmen und/oder die Abteilung sammeln (idealerweise schon vor dem Bewerbungsgespräch). Dies hilft bei der Einarbeitung und es macht einen guten Eindruck.

G wie Gesundheit

Du bist fit wie ein Turnschuh und dich kann nichts umhauen? Herzlichen Glückwunsch! Solltest du dennoch einmal krank werden, musst du deinem Arbeitgeber direkt Bescheid geben – und im Zweifel zum Arzt gehen. Ab einer gewissen Anzahl von Krankheitstage hintereinander (ist im Arbeitsvertrag vermerkt) wird ein medizinisches Attest fällig.

H wie Homeoffice

In manchen Branchen und Unternehmen können die Mitarbeiter einen Teil ihrer Arbeit auch von zu Hause aus erledigen. Ob das bei deinem Arbeitgeber möglich ist, ist im Idealfall im Arbeitsvertrag geregelt. Ansonsten gilt: abwarten und die Augen offen halten. Wenn du das Gefühl hast, es ist grundsätzlich gestattet, und du Aufgaben hast, die du gut auch daheim erledigen könntest, frag am besten bei deinem Vorgesetzten nach.

I wie (steuerliche) Identifikationsnummer

Diese elfstellige Nummer wird normalerweise automatisch vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vergeben und dir zugeschickt. Sie wird für die Berechnung der Lohnsteuer gebraucht, die du monatlich zahlen musst (siehe L wie Lohnsteuer). Ist das Schreiben verlorengegangen, kann es bei der Bundeszentrale für Steuern erneut beantragt werden. Auf der Website der Zentrale steht dafür ein eigenes Kontaktformular zur Verfügung.

J wie Jahresurlaub

Wieviel Urlaub dir jährlich zusteht, ist im Arbeitsvertrag geregelt. Gesetzlich sind bei einer Fünf-Tage-Woche mindestens 24 Arbeitstage vorgeschrieben, einige Arbeitgeber gewähren jedoch mehr Urlaub. Tipp: Es kann einen schlechten Eindruck machen, wenn du direkt nach deinem Einstieg ins Unternehmen deinen ersten Urlaubsantrag einreichst. Warte lieber ein bisschen ab und sprich dich mit den Kollegen ab, die dich in deiner Abwesenheit vertreten.

K wie Krankenkasse

Der Arbeitnehmer wählt seine Krankenkasse selbst aus und legt dem Arbeitgeber eine Bescheinigung der Mitgliedschaft vor. Achtung: Es kann sein, dass du im Studium oder in der Ausbildung noch bei deinen Eltern mitversichert warst. Beim Eintritt ins Berufsleben musst du jedoch eine eigene Krankenversicherung abschließen.

L wie Lohnsteuer

Die Lohnsteuer wird automatisch von deinem Gehalt abgezogen. Ihre Höhe richtet sich nach deinem Verdienst. Die klassische Lohnsteuerkarte wurde abgeschafft und zum 1. Januar 2013 durch Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) ersetzt, ein papierloses elektronisches Verfahren zur Erhebung dieser Steuer.

M wie Mittagspause

Wenn die Kollegen mittags in die Kantine verschwinden und du gerne mitkommen möchtest: Frag einfach, ob das für sie in Ordnung ist. Auf diese Weise lernst du deine neuen Kollegen gleich ein bisschen besser kennen und kannst ihnen Fragen über die Abläufe oder Besonderheiten stellen.

N wie Nettoverdienst

Der Nettoverdienst ist das, was nach Abzug aller Steuern und Abgaben von deinem Bruttogehalt übrig bleibt. Um vorab besser einschätzen zu können, wie viel das sein wird, kannst du zum Beispiel sogenannte Brutto-Netto-Rechner im Internet ausprobieren.

O wie Outfit

Über das Outfit für den ersten Tag sollten Berufseinsteiger sich spätestens am Vorabend im Klaren sein. Am besten erkundigst du dich rechtzeitig, ob es am Arbeitsplatz einen Dresscode gibt, um bei Bedarf fehlende Stücke anschaffen zu können. Wenn du unsicher bist, hilft eine kleine Modenschau vor dem Spiegel: Fühle ich mich wirklich wohl in der Bluse oder dem Hemd oder sollte ich doch etwas anderes wählen? Tipp: Im Zweifelsfall die Kleidung für den ersten Tag lieber etwas zu förmlich als zu leger wählen.

P wie Probezeit

Eine Probezeit für neue Mitarbeiter ist in vielen Unternehmen gang und gäbe, schließlich muss man einander erst besser kennenlernen. In der Regel beträgt die Dauer der Probezeit ein halbes Jahr (ist im Arbeitsvertrag geregelt). Innerhalb dieser Zeit können beide Seiten den Arbeitsvertrag ohne Angabe von Gründen auflösen.

R wie Rentenversicherung

Immer wieder melden verschiedene Medien: Die Renten werden knapp. Damit du im Alter abgesichert bist, kannst du auch schon zu Beginn deines Berufslebens – privat oder staatlich gefördert – fürs Alter vorsorgen.

S wie Sozialversicherungsnummer

Deine Sozialversicherungsnummer wird dir von der Rentenversicherung per Anschreiben mitgeteilt. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, sie bei Beginn der Beschäftigung dem Arbeitgeber vorzulegen beziehungsweise bei späterem Erhalt unverzüglich nachzureichen.

T wie tratschen

Auch wenn man neu ist und zum Gespräch mit den neuen Kollegen etwas beitragen möchte: Wenn sich die Unterhaltung um Klatsch und Tratsch aus dem Unternehmen dreht, sollte man sich zurückhalten. Gerade als Neuling kann man sich mit (negativen) Äußerungen zu Abläufen im Betrieb oder gar zu Kollegen ins Abseits manövrieren.

Ü wie Überstunden

Wenn du über deine tägliche Arbeitszeit hinaus im Unternehmen bleibst, um beispielsweise noch eine Aufgabe zu erledigen, machst du Überstunden. Je nach Regelung im Arbeitsvertrag kannst du diese zu viel geleistete Arbeit durch Freizeit ausgleichen.

V wie Versicherungen

Man unterscheidet zwischen den verpflichtenden Sozialversicherungen wie Krankenversicherung, Unfallversicherung, gesetzlicher Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung und den freiwilligen Versicherungen. Welche freiwilligen Versicherungen du für dich abschließt, kannst du selbst entscheiden. Empfehlenswert ist eine Haftpflichtversicherung, die finanziell für dich einspringt, wenn du beispielsweise versehentlich fremdes Eigentum beschädigst. Es lohnt sich, sich zu diesem Thema gut beraten zu lassen und vielleicht auch den Rat von Familie und Freunden einzuholen.

W wie Workflow

Mit dem Begriff Workflow meint man im Arbeitsleben zuvor definierte Abläufe von Aktivitäten/Arbeitsschritten. Gerade als Neuling solltest du dich bei Unklarheiten über Abläufe erkundigen. Ansprechpartner sind deine Kollegen oder direkten Vorgesetzten.

Z wie Zu spät kommen

Grundsätzlich – aber gerade am Anfang – solltest du vermeiden, zu spät an deinem Arbeitsplatz zu erscheinen. Die Strecke zum Arbeitsort solltest du vor dem ersten Tag deshalb schon mal im Berufsverkehr abfahren, damit du realistisch einschätzen kannst, wie lange du brauchen wirst.

 

Start ins Berufsleben

Das sagen Personalverantwortliche

Was wird von Berufsanfängern in den ersten Tagen im Betrieb erwartet und wie sollten sie sich verhalten? Welche Angebote gibt es für „die Neuen“? Personalchefs berichten.

Melanie Berthold, Leiterin Employer Branding und Recruiting bei Rewe:

Ein Porträt-Foto von Melanie Berthold

Melanie Berthold

Foto: Privat

Wir erwarten von unseren neuen Mitarbeitern vor allem Offenheit, Neugierde und die Fähigkeit, sich auf unsere Kunden einzulassen. Wenn die Freude am Verkaufen und am Umgang mit Menschen gegeben ist, läuft der Rest von selbst. Dabei unterstützen wir unsere „Neuen“ direkt vor Ort im Markt. In der Regel gibt es einen Einarbeitungspaten, der gemeinsam mit der Führungskraft den Start erleichtert und typische Fragen beantwortet. Dazu gibt es umfangreiches Informationsmaterial, das wir aktuell in digitaler Form aufbereiten. Für bestimmte Fachbereiche, zum Beispiel an unseren Frischetheken, werden auch Einstiegsseminare zu Warenkunde und Verkaufsthemen angeboten. Die Erwartung ist nicht, dass ein neuer Mitarbeiter in einer Woche sämtliche Systeme bedienen oder jede Obstsorte benennen kann, aber ein freundliches Auftreten gegenüber unseren Kunden ist ein Muss.

Alois Huber, Personalleiter Audi Ingolstadt:

Ein Porträt-Foto von Alois Huber

Alois Huber

Foto: Privat

Wer ein Teil der Audi-Familie wird, soll sich von Beginn an willkommen fühlen: Für Neueinsteiger haben wir deshalb ein spezielles Konzept entwickelt, das ihnen die Orientierung erleichtert und sie mit unserer Marke vertraut macht. Wer sind wir? Woher kommen wir? Was macht unsere Unternehmenskultur aus? Unsere Einsteiger können in den ersten zwölf Monaten Werks-, Museums- und Stadtführung sowie eine Vortragsreihe in Anspruch nehmen. Persönliche Antworten erhalten sie auch zu ganz praktischen Aspekten wie Mitarbeiterfahrzeug-Leasing, Arbeitssicherheit oder dem Prozedere an der Ausweisstelle. Wir ermuntern unsere Neueinsteiger außerdem von Anfang an, sich zu vernetzen. Wir unterstützen sie dabei gezielt mit Veranstaltungen und mit der Begleitung durch einen erfahrenen Kollegen als Paten. So wollen wir helfen, Kontakte zu knüpfen und die Dinge des Alltags zu meistern.

Annika Görgen, Personalentwicklung Metro Cash & Carry Deutschland:

Ein Porträt-Foto von Annika Görgen

Annika Görgen

Foto: Privat

Aller Anfang ist schwer – gerade im Übergang zwischen Studium und Beruf ändert sich für die frischgebackenen Hochschulabsolventen einiges. Wichtig ist in den ersten Tagen im neuen Unternehmen, ein guter Beobachter zu sein, um sich schnell auf sein neues Umfeld einstellen zu können: Wie ist der Dresscode? Wie sind die Umgangsformen (duzt man sich untereinander oder ist man beim „Sie“)? Gibt es bestimmte Arbeits- und Pausenzeiten? Wenn man sich daran orientiert, fällt der Berufsstart umso leichter. Wir wollen neuen Kollegen den Einstieg so einfach wie möglich machen. Deswegen durchlaufen alle neuen Mitarbeiter, die in unserer Zentrale starten, zu Beginn eine kurze Marktphase, um die Prozesse und Abläufe in unseren Großmärkten kennenzulernen. Außerdem werden Termine mit den neuen Mitarbeitern vereinbart, in denen sie Schnittstellen und wichtige Ansprechpartner kennenlernen. Damit unterstützen wir von Anfang an Netzwerkbildung.

Andreas Doppler, Leiter Recruiting in Human Ressources bei der Commerzbank AG:

Ein Porträt-Foto von Andreas Doppler

Andreas Doppler

Foto: Privat

Bei uns geht es schon vor dem eigentlichen Beginn mit einem Schnuppertag los, zu dem man auch Eltern oder Freunde mitbringen kann. Sich dabei business-like zu kleiden und mit einem Lächeln aufzutreten, ist gut für den ersten Eindruck. Zwischendurch trifft sich unser Nachwuchs regelmäßig zu Seminaren, die den Einzelnen in seiner fachlichen und persönlichen Entwicklung voranbringen. Als Tipp kann ich allen Neustartern mitgeben: Über freundliche, kommunikative und wissbegierige Ankömmlinge freuen sich alle. Mit dem Duzen sollte man hingegen warten, bis es von den Kollegen angeboten wird. Wer neugierig und offen auf die neuen Kollegen zugeht, wird schnell in der neuen Umgebung Fuß fassen. Dabei hilft eigenverantwortliches Nachhaken, falls etwas unklar ist. Neben dem Chef stehen unseren Neuankömmlingen Job-Lotsen zur Seite. Das sind Azubis der vorangegangenen Jahrgänge. Der Einstieg fällt eben leichter, wenn man die Ansprechpartner zu den unterschiedlichen Themen und Aufgabenfeldern kennt und gleich zu Beginn viele Kontakte knüpft.

Marc-Stefan Brodbeck, Leiter Recruiting & Talent Acquisition der Deutschen Telekom AG:

Ein Porträt-Foto von Marc-Stefan Brodbeck

Marc-Stefan Brodbeck

Foto: Privat

Wir überlassen „die Neuen“ nach ihrem Start nicht sich selbst, sondern bieten regelmäßige Netzwerk-Veranstaltungen an. Dort lernen sie das Unternehmen besser kennen und können einen Blick hinter die Kulissen werfen. Aber die Berufseinsteiger müssen mit ihren Fragen nicht bis zum ersten Treffen warten, sondern können die „Onboarding Suite“ nutzen, ein internes Info-Portal für Neueinsteiger mit allen Informationen für einen erfolgreichen Start. Welche Strategie hat das Unternehmen? Gibt es Angebote exklusiv für Mitarbeiter? Und wie komme ich an ein Jobticket? Diese Fragen und mehr klären sich dort sehr schnell. Wer für Neues offen ist und keine Scheu zeigt, dem wird der Einstieg sowieso nicht schwer fallen. Es gibt aber einen grundsätzlichen Tipp, der fast banal erscheint, aber doch sehr wichtig für das Einleben im neuen Umfeld sein kann: Auch wenn dort am ersten Tag viele neue Gesichter sind, merkt euch schnell die Namen der Kollegen. Das zeugt von Respekt und macht das Netzwerken viel einfacher.

 

Start ins Berufsleben

Was tun bei Problemen?

Die ersten Tage im Beruf sind nicht immer leicht. Hin und wieder kann es sogar zu Problemen kommen, die sich nicht alleine lösen lassen. Wie man damit umgeht und an wen man sich wenden kann, weiß Florian Haggenmiller, Bundesjugendsekretär beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Auch wenn wohl in den meisten Fällen alles so läuft wie vereinbart, kann es vorkommen, dass an den ersten Tagen im Beruf Erwartungen enttäuscht werden: Die zugeteilten Aufgaben oder Arbeitszeiten entsprechen nicht dem, was vorab ausgemacht wurde, oder es gibt Probleme mit den Kollegen. Doch wie reagiert man als Berufseinsteiger darauf und an wen kann man sich wenden?

Probleme direkt ansprechen

Ein Porträt-Foto von Florian Haggenmiller

Florian Haggenmiller

Foto: Privat

Treten persönliche Probleme mit den neuen Kollegen auf, fühlt man sich beispielsweise ignoriert oder schlecht behandelt, ist es ratsam, den oder die betreffenden Kollegen freundlich aber direkt darauf anzusprechen – oftmals handelt es sich um Missverständnisse, die schnell aus der Welt geschafft sind. Geht es um die konkreten Aufgaben, wendet man sich am besten an seinen direkten Vorgesetzten. Je nach Situation kann es auch angebracht sein, das Problem im Team anzusprechen und zu klären. Auch an Kollegen, zu denen sich ein Vertrauensverhältnis herstellen lässt, könnten sich Berufsanfänger bei Problemen wenden.

„Handelt es sich um einen kleinen Betrieb mit flachen Hierarchien, kann es auch sinnvoll sein, den Chef damit zu konfrontieren“, findet der DGB-Experte. „Dabei sollte man darauf achten, es in einem geeigneten Moment vorsichtig anzusprechen und den Ton zu wahren.“ Wer nicht gleich zum Chef gehen, sich aber dennoch Gehör verschaffen möchte, kann sich – je nach Unternehmensgröße – auch an den Betriebs- oder Personalrat, vielleicht sogar an eine Jugend- und Auszubildendenvertretung wenden. Diese Instanzen vertreten die Seite der Beschäftigten und stehen auch mit den Gewerkschaften in engem Kontakt. „Dort werden nicht nur Konflikte mit dem Arbeitgeber gelöst, sondern es wird auch eingegriffen, wenn das Betriebsklima insgesamt beeinträchtigt ist“, weiß Florian Haggenmiller.

Nicht alles gefallen lassen

„Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass man sich in den ersten Monaten in der Regel noch in der Probezeit befindet“, sagt Florian Haggenmiller. „In dieser Phase können neue Mitarbeiter jederzeit auch ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Daher raten wir dazu, nicht gleich mit wehenden Fahnen durch den Betrieb zu laufen, sobald ein Problem auftritt.“ Was keineswegs bedeutet, sich als Neuling alles gefallen lassen zu müssen. „Man sollte nur besonnen reagieren und zunächst abwägen, ob das Problem wirklich so groß ist, dass es sofort angesprochen werden muss. Und wenn es so ist, sollte man gut überlegen, an wen man sich wendet.“

Weitere Informationen

„Ausbildung & Beruf. Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung“

Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, August 2015.
www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial.html

qualiboXX des BiBB

Filme über den Umgang mit Konflikten in der Ausbildung

www.qualiboxx.de/wws/so-nicht.php

DGB Jugend

www.jugend.dgb.de/dgb_jugend

Knigge

www.knigge.de

Bewerbertraining für Akademiker (m/w) der Bundesagentur für Arbeit

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE.htm

abi>> bewerbungsbox

http://abi.de/bewerbung.htm

Bundeszentrale für Steuern (BZSt)

www.bzst.de

Buchtipps:

Erfolg im neuen Job: Strategien für die ersten 100 Tage

Walter Feichtner, Heike Dietzel
Haufe TaschenGuide
240 Seiten, 9,95 Euro
https://shop.haufe.de/prod/erfolg-im-neuen-job

Die ersten 100 Tage im neuen Job.

Tabernig / Quittschau
C.H.Beck
126 Seiten, 6,90 Euro
www.beck-shop.de/Tabernig-Quittschau-ersten-100-Tage-neuen-Job/productview.aspx?product=11726956

Karrierestart nach dem Studium. Die 100 ersten Tage im neuen Job

Doris Brenner
Haufe
192 Seiten, 19,95 Euro
https://shop.haufe.de/prod/karrierestart-nach-dem-studium

 

 

abi>> Quiz

Regeln in der Arbeitswelt

Arbeitsvertrag, Probezeit, Urlaubstage – wer ins Berufsleben startet, muss sich mit vielen neuen Regeln und Begriffen auseinandersetzen. Weißt du was man darf und was nicht? Teste dein Wissen im abi>> Quiz.


Foto: Martin Rehm

 

Cyber Security Professional

Neustart als IT-Datensicherheitsexpertin

Nach ihrem dualen Bachelorstudium wagte Sarah Schuchardt (24) sich an neue Aufgaben als Cyber Security Professional. Für abi» berichtet sie von ihren ersten Tagen in der Zentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn.

Während meines praxisintegrierten dualen Studiums der Angewandten Informatik absolvierte ich die Praxisphasen bei T-Systems in Berlin. Danach suchte ich zunächst nur nach Stellen in meiner Heimatstadt. Dann erreichte mich ein Angebot der Telekom: Im Nachwuchskräfteprogramm beim Cyber Emergency Response Team (CERT) in der Bonner Unternehmenszentrale war eine Stelle frei. Als Cyber Security Professional wäre ich unter anderem für Sicherheitshinweise zuständig, die das Unternehmen aus der Bevölkerung erhält, und an der Entwicklung entsprechender Lösungen beteiligt.

Ein Porträt-Foto von Sarah Schuchardt

Sarah Schuchardt

Foto: Privat

Das ist ein spannender Aufgabenbereich, dachte ich, noch dazu gekoppelt an eine Weiterbildung zur Sicherheitsspezialistin. Die Sache hatte nur einen Haken, denn losgehen sollte es bereits 14 Tage später. Da ich es jedoch kaum erwarten konnte, im Beruf Verantwortung zu übernehmen, bewarb ich mich. Prompt wurde ich zum Bewerbungsgespräch eingeladen und erhielt noch am selben Tag eine Zusage. Auch das Wohnproblem war schnell gelöst, denn ich konnte kurzfristig in eines der Telekom-eigenen Apartments einziehen. Also bin ich spontan nach Bonn umgezogen.

Aufregung und viele Fragen

Natürlich war ich ziemlich aufgeregt und machte mir alle möglichen Gedanken: Wie wird mein Arbeitsplatz aussehen? Wie werde ich mich in dem verwinkelten, riesigen Gebäude zurechtfinden? Wie komme ich überhaupt rein? Denn ich wusste, dass alle Telekom-Mitarbeiter spezielle Zutrittskarten haben.

Um für den ersten Tag gut gerüstet zu sein, habe ich alle Unklarheiten vorher per E-Mail mit meinem Fachcoach geklärt – auch, wann ich am ersten Tag da sein soll, denn wir haben Gleitzeit. Den Fußweg von meinem Apartment zur Arbeit hatte ich mir schon zuvor online angesehen und genügend Zeit eingeplant. Beim Outfit entschied ich mich für Jeans, gute Schuhe und eine Bluse. Man hatte mir im Bewerbungsgespräch auf Nachfrage gesagt, dass ich anziehen dürfe, worin ich mich wohlfühle, aber zu wörtlich wollte ich das anfangs nicht nehmen.

Direkte Anreden vermieden

Schnell stellte sich heraus, dass das Betriebsklima ziemlich locker ist. Die Kollegen und auch mein Chef duzten mich schon bald. Ich selbst war nicht sicher, ob ich deswegen auch alle duzen sollte. Im Zweifel blieb ich vorerst beim Sie oder umschiffte das „Problem“, indem ich direkte Anreden vermied.

Was das Fachliche betraf, musste ich mich natürlich in die neue Materie einarbeiten. Das war schon ein kleiner Kulturschock und am Anfang total anstrengend. Aber meine Kollegen waren sehr zuvorkommend und ich konnte immer Fragen stellen. Von den neuen Aufgaben bin ich total begeistert. Es hat sich gelohnt, sich an den fremden Bereich heranzutrauen und ich möchte gern weiterhin hier arbeiten.


Diese Beiträge im abi-Portal könnten dich auch interessieren:

  • Was tun bei Problemen?

  • Neustart als IT-Datensicherheitsexpertin

  • Das sagen Personalverantwortliche

  • Erste-Tage-ABC

Logo Bundesagentur für Arbeit
Stand: 18.01.2018