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Gutes Personal finden

Junger Krankenpfleger sitzt an einem Schreibtisch und gibt Daten in einen Computer ein
Personalreferenten sind dafür verantwortlich neue Mitarbeiter zu suchen und ihre Fähigkeiten zu überprüfen.
Foto: Julien Fertl

Personalreferentin

Gutes Personal finden

Von der Einstellung bis zum Austritt: Stefanie Krebs (28) arbeitet in der Personalabteilung der Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH in Elbingerode und ist Ansprechpartnerin für alle Personalfragen der Mitarbeiter.

Wenn das Krankenhaus neue Mitarbeiter sucht, ist Stefanie Krebs gefragt: Stellenanzeigen aufgeben, Bewerbungen sichten, Bewerbungsgespräche führen. „Zu meinen Aufgaben gehört alles rund um die Einstellung neuer Mitarbeiter“, erzählt sie. „Nach der Auswahl verfasse ich die Zu- beziehungsweise Absagen und erstelle den Arbeitsvertrag und andere Einstellungspapiere.“ Weiterhin führt sie für die Mitarbeiter des Krankenhauses die Lohn- und Gehaltsabrechnung durch und ist Ansprechpartnerin für Personalfragen, wie Urlaubsanspruch oder Überstunden. „Auch wenn ein Mitarbeiter austritt, kümmere ich mich um den Verwaltungsablauf“, ergänzt sie.

Die Arbeit in der Personalabteilung gefällt Stefanie Krebs: „Ich mag es, mit Menschen zu arbeiten“, sagt die Personalreferentin. „Gerade in Bewerbungsgesprächen ist es spannend, zu sehen, wer sich alles beworben hat. Wo bekomme ich gutes Personal her? Diese Frage ist immer wieder eine Herausforderung.“

Duales Studium

Ein Porträt-Foto von Stefanie Krebs

Stefanie Krebs

Foto: privat

Auf ihre Tätigkeit in der Personalabteilung wurde Stefanie Krebs in ihrem ausbildungsintegrierenden dualen Studium vorbereitet. Sie hat BWL / Dienstleistungsmanagement an der Hochschule Harz in Wernigerode studiert und parallel die Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen bei der Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH absolviert. „Während des Studiums war ich in mehreren Abteilungen der Klinik tätig, zum Beispiel in der Finanzbuchhaltung, in der Patientenverwaltung, der Rezeption und natürlich im Personalwesen“, erzählt sie. „So kannte ich beim Berufseinstieg das ganze Unternehmen und war durch die praktischen Erfahrungen bestens vorbereitet. Es war ein großer Vorteil war, dass ich bereits mit den Kollegen zusammengearbeitet habe.“

Dabei war der Weg in die Personalwesen für Stefanie Krebs nicht von Anfang an klar: „Nach dem Abitur wusste ich nicht, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte. In einem Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit wurde mir das duale Studium vorgestellt. Ich habe mich dafür entschieden, um durch die Ausbildungsvergütung während des Studiums finanziell unabhängig zu sein. Außerdem war mir wichtig in Wernigerode studieren, in Elbingerode arbeiten und in der Heimat wohnen bleiben zu können. Zwei Berufsabschlüsse innerhalb von vier Jahren zu erlangen, ist ein weiterer großer Vorteil.“

Zwei Abschlüsse

Um diese zu erreichen, ist jedoch eine Menge Lernerei nötig. Um die IHK-Abschlussprüfung für die Ausbildung als Kauffrau im Gesundheitswesen zu bestehen, musste sich Stefanie Krebs viel Lernstoff aneignen: „Anders als üblich in der Ausbildung bin ich nicht zur Berufsschule gegangen, sondern hatte im Praxissemester meines Studiums einen Privatlehrer einer Umschulungsagentur, mit dem ich die Themen vor der Prüfung durchgegangen bin“, berichtet sie. „Insgesamt bedeutet das duale Studium etwas weniger Freizeit als für die Kommilitonen, die Vollzeit studieren. Für mich war allerdings die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis sehr wertvoll. Man sieht direkt, wofür die Theorie gebraucht wird.“

An der Hochschule absolvierte die Personalreferentin das gleiche Programm wie die Vollzeitstudenten. „Ich war sozusagen ein Prototyp“, erklärt sie. „Weder die Hochschule noch das Krankenhaus hatten bisher den dualen Studiengang mit der Ausbildung angeboten. So habe ich genauso Vorlesungen zu Arbeitsrecht, Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung oder Personalmanagement besucht wie die anderen BWL-Studenten. Und wie sie habe ich das Studium mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. In der Praxis habe ich dann zusätzlich erfahren, wie diese theoretischen Grundlagen mit Hilfe von Computersystemen und Programmen tatsächlich umgesetzt werden und wie die Personalarbeit am Mitarbeiter praktiziert wird.“

Leichterer Berufseinstieg

Der Berufseinstieg fiel Stefanie Krebs deshalb leichter als ihren Kommilitonen, die sich nach dem Vollzeitstudium erst einmal eine Stelle suchen mussten: „In meinem Vertrag stand von vornherein fest, dass ich übernommen werde. Die Sorge, nach dem Studium keinen Job zu bekommen, hatte ich also nicht.“ Auch eine Karriereperspektive gibt es schon: „Ich möchte erst viel Erfahrung im Personalwesen sammeln und meine fachlichen Kenntnisse vertiefen. Denn für das Personalmanagement wird ein gewisser Erfahrungsschatz gebraucht.“

abi>> 09.09.2019