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Mit dem Wahl-O-Mat auf Tour

Volontärin an einem Infostand der Bundeszentrale für politische Bildung
Öffentlichkeitsarbeit auf der Straße: Sabine Stockheim warb im Rahmen ihres Volontariats für den Wahl-O-Mat, ein Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung.
Foto: privat

Volontärin in der Bundeszentrale für politische Bildung

Mit dem Wahl-O-Mat auf Tour

Die Politikwissenschaftlerin Sabine Juliana Stockheim (27) arbeitet als Volontärin in der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Bonn. Die Stabsstelle in der Kommunikation ermöglicht es ihr, sich inhaltlich mit Politik auseinanderzusetzen und zeitgleich ein „Handwerk“ zu erlernen.

Kaum angefangen und schon mittendrin: Als Sabine Juliana Stockheim im August 2017 ihr Volontariat bei der bpb begann, liefen die Vorbereitungen für die Bundestagswahl bereits auf Hochtouren. Denn Wahlen bedeuten immer auch Hochkonjunktur für den Wahl-O-Mat. Das ist ein Frage-Antwort-Spiel, das eigene politische Meinungen mit den Positionen der Parteien abgleicht.

Entwickelt wurde der Wahl-O-Mat von der bpb. Dieses Tool gibt es nicht nur als Online-Version, sondern auch als analoge Variante zum Aufkleben: „Das funktioniert wie ein Lochkartensystem. Es gibt 38 Thesen, die auf großen Stellwänden angebracht sind. Nutzer können jede einzelne These durch das Aufkleben eines Stickers ablehnen, ihr zustimmen oder sich neutral dazu verhalten. Am Ende wertet eine Art elektronische Urne blitzschnell die Sticker aus und ermittelt ein politisches Profil, das dann auf einem Bon ausgedruckt wird“, erklärt die Politologin das Prinzip.

Politischer Diskurs und Öffentlichkeitsarbeit

Ein Porträt-Foto von Sabine Stockheim

Sabine Stockheim

Foto: privat

Mit diesem Wahl-O-Mat zum Aufkleben ist die 27-Jährige zum Auftakt ihres Volontariats quer durch Wahlbezirke getourt und dabei an Schulen, aber auch mitten in der Fußgängerzone mit Passanten ins Gespräch gekommen, die den Wahl-O-Mat noch nicht kannten. „Ziel war es, dass die Bürger untereinander über politische Inhalte diskutieren – und das taten sie auch“, erzählt sie.

Ein spannender Einstieg, aber nicht immer steht eine Wahl bevor. Der Großteil ihrer Aufgaben in der Stabsstelle ist klassische Öffentlichkeitsarbeit: Pressemitteilungen und Mailings verfassen, korrigieren und verschicken, Interviews vorbereiten, Grußwörter und Reden texten, etwa anlässlich eines Jubiläums. Sie beantwortet Presseanfragen und arbeitet auch redaktionell an dem halbjährlich erscheinenden „bpb:Magazin“ mit. „Außerdem gehöre ich zum Social-Media-Team, das sich um Facebook- und Twitter-Posts kümmert.“

Von der Schülersprecherin zur Politikwissenschaftlerin

Und dann sind da noch Tagungen und Konferenzen wie etwa „Formate des Politischen“. „Die Konferenz haben wir gemeinsam mit dem Deutschlandfunk und dem Haus der Bundespressekonferenz veranstaltet. Inhaltlich ging es um Themen wie: Verändern Soziale Netzwerke den Journalismus? Und können Transparenz-Initiativen das Vertrauen in die Medien zurückerobern?“, erklärt die Politikwissenschaftlerin.

Politik hat Sabine Juliana Stockheim schon in der Schule fasziniert. Eigentlich war der Schritt von der stellvertretenden Schülersprecherin mit Leistungskurs Politik zum Studium der Politikwissenschaften nicht weit. Dennoch hat sie nach dem Abi erst einmal ein Praktikum bei einer Partei absolviert und später in einer Landtagsfaktion gearbeitet: „Ursprünglich wollte ich Journalistin werden, aber dann hat mich die Politik einfach noch einen Ticken mehr gereizt.“ Rückblickend findet sie die Entscheidung genau richtig, denn sie ist lieber „mittendrin statt nur dabei“.

Tipp: roter Faden im Lebenslauf

Das Politikwissenschaftsstudium lieferte ihr das nötige Fachwissen, mit dem man viele Wege einschlagen kann. Ihr Tipp: Man sollte das machen, was einem Spaß macht und möglichst früh versuchen, daraus einen roten Faden im Lebenslauf zu spinnen. Also entsprechende Seminare an der Uni belegen und praktische Erfahrung in den Bereichen sammeln, die einen interessieren. Ihren Bachelor hat sie an der Philipps-Universität Marburg absolviert, zum Master wechselte sie an die Heinrich Heine Universität in Düsseldorf. „Einen Hochschulwechsel zum Master kann ich jedem nur empfehlen. Das eröffnet neue Perspektiven“, rät sie abschließend.

abi>> 11.01.2018

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