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Handwerk und Kreativität vereint

Junge Frau graviert einen Grabstein
Nicht nur das Gestalten von Grabsteinen gehört zum Arbeitsalltag von Steinmetzen.
Foto: Ria Kipfmüller

Steinmetz

Handwerk und Kreativität vereint

Der Beruf des Steinmetzen gehört zu den ältesten Handwerken überhaupt: Schon im alten Ägypten waren Steinmetze am Bau der Pyramiden beteiligt. Auch heute noch gestalten sie Grabmäler – unter anderem. Als Experten für die Bearbeitung von Stein restaurieren sie außerdem historische Fassaden, fertigen Bodenplatten an oder bauen Natursteinbäder ein. Dabei müssen sie sich nicht nur mit Hammer und Meißel, sondern auch mit Stift und Skizzenblock umgehen können.

Nina Pörtner ist Geschäftsführerin des Berufsbildungswerks des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen diesen vielseitigen Beruf näherzubringen. „Viele denken bei diesem Beruf vor allem an die Gestaltung von Grabsteinen“, berichtet sie. „Die Arbeiten von Steinmetzen sind jedoch deutlich vielfältiger: Auch in der Gartengestaltung, der Denkmalpflege sowie dem Bau von Natursteinbädern, -treppen oder -küchen kommen sie zum Einsatz.“ Drei Jahre dauert die Ausbildung, die bei Abitur oder beruflichen Vorbildungen auf zwei Jahre verkürzt werden kann. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die manuelle und maschinelle Bearbeitung von Naturwerkstein, dessen handwerkliche Restaurierung sowie die handwerkliche Steinbildhauerei. Etwa 250 bis 300 Azubis beginnen die Ausbildung pro Jahr, wobei Frauen noch immer in der Minderheit sind: Rund 85 Prozent der Auszubildenden pro Jahrgang sind männlich.

Lust aufs Handwerk

Die Ausbildung findet im Betrieb und in überbetrieblichen Werkstätten statt. Die ersten beiden Jahre gelten als Grundausbildung während im letzten Ausbildungsjahr zwischen den beiden Fachrichtungen Steinmetzarbeiten und Steinbildhauerarbeiten gewählt werden muss. Letztere sind eher künstlerisch-gestalterisch tätig im Vergleich zu den bautechnischen Arbeiten der Steinmetze.

Ein Porträt-Foto von Nina Pörtner

Nina Pörtner

Foto: privat

„Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte Lust aufs Handwerk haben und viel Kreativität mitbringen“, erklärt Nina Pörtner. „Außerdem sind ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie Spaß an Mathe gefragt. Und man muss natürlich mit den Bedingungen des Berufes zurechtkommen. Wir formulieren das gerne so: Kannst du anpacken? Hinterlässt du gerne Spuren? Arbeitest du genau? Wenn ja, dann hast du das Zeug zum Steinmetz!“

Gute Berufsaussichten

Die Berufsaussichten sind für gelernte Steinmetze sehr gut, insbesondere für Abiturienten. „Eine gute Bildung im Steinmetzhandwerk ist die Voraussetzung für Erfolg, vor allem wenn praktisches Geschick hinzukommt“, meint Nina Pörtner. „Gute Fachleute werden immer gesucht, zumal auch die Auftragslage, zum Beispiel im gehobenen Innenausbau, sehr positiv ist. Es gibt immer mehr Betriebe, die ganz gezielt nach Abiturienten Ausschau halten. Abiturienten haben außerdem gute Voraussetzungen, um nach der Ausbildung die Karriereleiter in leitende Positionen zu erklimmen, Fortbildungsmöglichkeiten gibt es hier mehr als genug!“

Beispielsweise können Steinmetze eine Weiterbildung zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister oder zum Techniker für Steintechnik anschließen. Einen Schwerpunkt auf denkmalpflegerische Tätigkeiten kann man mit einer Weiterbildung zum Techniker für Baudenkmalpflege und Altbausanierung legen. Für ausgebildete Steinmetze mit Hochschulzugangsberechtigung bietet sich ein Studium, etwa im Bereich Architektur, Bauingenieurwesen, Restaurierung oder Bildende Künste an.

Weitere Informationen

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Steinmetz)

http://berufenet.arbeitsagentur.de

 

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

 

Zukunft Stein für Stein

Die Ausbildungsseite des Bundesverbandes Deutscher Steinmetze vermittelt viele gut aufbereitete Informationen über den Beruf des Steinmetz. Unter anderem erzählen Steinmetze dort in kleinen Filmbeiträgen von ihrem Beruf.

www.zukunft-stein-fuer-stein.de

 

Berufsbildungswerk des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks e.V.

Hier findest Du Informationen rund um Aus- und Weiterbildung im Bereich Steinmetz und Steinbildhauer.

http://bbw-steinmetz.de

 

 

abi>> 28.09.2016