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Im Dienste der Musik

Junger Mann spielt Klavier
Viele junge Menschen träumen von einer Karriere in der Musikbranche.
Foto: Axel Jusseit

Popularmusikbeauftragter werden

Im Dienste der Musik

Jazz, Pop, Rock, Techno, House oder HipHop: Die Hauptaufgabe eines Popularmusikbeauftragten besteht darin, die lokale Popmusik-Szene zu fördern. Dabei ist er oft an mehreren Stellen gleichzeitig tätig: Er fungiert als erste Anlauf- und Beratungsstelle für Musiker und Bands, organisiert Veranstaltungen und steht in engem Kontakt mit den Entscheidern aus der Politik und der Musikbranche.

Am Anfang einer Musiker-Karriere gibt es oft viele offene Fragen. Wo gibt es geeignete Proberäume? Wie kommt man an einen Live-Auftritt? Bei welcher Plattenfirma habe ich mit meiner Musik eine Chance? Wen solche Fragen umtreiben, kann sich an einen Popularmusikbeauftragten wenden.

Das Aufgabenspektrum ist breit gefächert: Neben Beratungsgesprächen mit angehenden Musikern und Bands, in denen er individuelle Fragen beantwortet, ihre Bühnentauglichkeit einschätzt oder hilfreiche Tipps zur musikalischen Weiterentwicklung gibt, organisiert ein Popularmusikbeauftragter auch Seminare und Workshops zu Themen wie Vermarktung, Netzwerken oder Medienrecht. „Er hilft außerdem bei der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten oder Proberäumen und ist oft auch (Mit-)Organisator von lokalen Konzerten, Veranstaltungsreihen oder Festivals“, fügt Jörg-Michael Wenzler hinzu, Studien- und Berufsberater der Agentur für Arbeit Esslingen.

Angegliedert an Heimat-, Kultur- oder Jugendbereich

Ein Porträt-Foto von Jörg-Michael Wenzler

Jörg-Michael Wenzler

Foto: Privat

„In Deutschland gibt es allerdings nur eine Handvoll Popularmusikbeauftragte, die tatsächlich so bezeichnet werden. In Bayern ist ihre Tätigkeit meist im Heimat-, Kultur- oder Jugendbereich von Bezirksverwaltungen angesiedelt, dort manchmal auch als Zusatzaufgabe im Rahmen einer Anstellung im Kulturamt. Sehr selten sind sie in Vollzeit beschäftigt“, erklärt der Experte. „In anderen Bundesländern wird die Popularmusik natürlich auch gefördert, allerdings anders organisiert. Dort übernehmen in der Regel gemeinnützige Vereine diese Aufgabe. Sie nennen sich oft ‚Musikinitiative‘ und werden durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und teilweise durch Zuschüsse der Städte und Gemeinden finanziert.“ Viele dieser Helfer arbeiten freiberuflich auf Honorarbasis oder ehrenamtlich und üben nebenher noch einen anderen Beruf aus, zum Beispiel Journalist, Musikpädagoge oder Musiker.

Erfahrungen weitergeben

Die meisten Popularmusikbeauftragten sind (oder waren) selbst Musiker oder Veranstalter von Musikevents und verfügen über viele eigene Erfahrungen in der Szene, die sie nun an andere weitergeben können. Einen geregelten Zugang zum Beruf gibt es nicht. Berufsberater Jörg-Michael Wenzler schätzt die Chancen, diese Tätigkeit ausüben zu können, vor allem für diejenigen gut ein, die die Szene aus eigener Erfahrung kennen. Musikpädagogen oder Absolventen der Geisteswissenschaften hätten durchaus Chancen. „Am besten ist wohl eine Kombination aus beidem“, sagt er.

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, sollte eine zeitintensive Arbeit nicht scheuen und vor allem flexibel sein. Denn zum einen gleicht kein Arbeitstag dem anderen, zum anderen finden viele Veranstaltungen, Workshops und Konzerte am Wochenende und an verschiedenen Orten statt. Man ist als Popularmusikbeauftragter also sehr viel unterwegs. Dafür trifft man viele interessante Menschen und kann sich in den Dienst der Musik stellen.

Weitere Informationen

Bundesverband Popularmusik e.V.

Forum der Popkultur- und Popularmusikförderer in Deutschland
www.bvpop.de

P.Obb – der Popularmusikbeauftragte des Bezirks Oberbayern

Prinzregentenstraße 14
80538 München
Tel. 089 / 2198 - 32010
Fax: 089 / 2198 - 32000
www.pobb.de

Mainpop

Popularmusikförderung des Bezirk Unterfranken
Am Schlossberg
D- 97762 Hammelburg
Tel. 09732 / 7868 - 151
Fax: 09732 / 7868 - 222
www.mainpop.de

abi>> 26.08.2015