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Tolle Ideen allein genügen nicht

Eheringkissen
Ob im kleinen Kreis oder als ganz großes Fest – Hochzeitsplaner unterstützen Paare bei der individuellen Gestaltung ihrer Traumhochzeit.
Foto: Ria Kipfmüller

Hochzeitsplaner werden

Tolle Ideen allein genügen nicht

Sie kümmern sich um die Location, das Catering, die Musik und vieles mehr: Die Aufgabe von Hochzeitsplanern ist es, Brautpaaren einen unvergesslich schönen Tag zu bereiten. abi» erklärt, welche Wege in diesen Beruf führen.

Welche Location passt zu unserer Hochzeit? Welches Essen soll serviert werden? Wie viel brauchen wir überhaupt, damit alle Gäste satt werden? Wer hilft bei der Deko? Und wie viel Geld müssen wir investieren? Immer mehr Brautpaare entscheiden sich, die aufwendige Organisation der eigenen Hochzeit einem Profi zu überlassen: Ein Hochzeitsplaner kümmert sich – je nach Auftrag – um Teilaspekte oder sämtliche Details einer Hochzeit, berät das Paar, entwirft ein Konzept, engagiert und brieft Partner wie Floristen, DJs und Fotografen und sorgt dafür, dass am großen Tag alles glatt läuft (siehe auch Reportage „Jede Hochzeit ist ein Event“).

Eine geregelte Ausbildung zum Hochzeitsplaner gibt es nicht. Theoretisch kann jeder als solcher auftreten, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Aber: „Tolle Ideen allein genügen nicht, um auf dem Markt zu bestehen“, sagt Stefanie Langen, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit München. Die meisten Hochzeitsplaner sind freiberuflich tätig. Damit der Weg in die Selbstständigkeit so funktioniert, dass man in absehbarer Zeit von seiner Arbeit leben kann, braucht man unter anderem betriebswirtschaftliche Kenntnisse. „Oft wird unterschätzt, welche Kosten auf einen zukommen, wenn man sich als Freiberufler etablieren will“, weiß Stefanie Langen. Nicht nur für die Existenzgründung sei Betriebswirtschaft wichtig, sondern auch danach: „Die Summen, mit denen man kalkulieren muss, sind nicht gering.“ Ebenfalls essenziell sind Marketingkenntnisse, um seine Dienstleistung vermarkten und bewerben zu können, denn nur so können Kunden auf das Angebot aufmerksam und im besten Fall von ihm überzeugt werden.

Studium, Ausbildung, Weiterbildung

Entsprechendes Wissen kann ein BWL-Studium mit Schwerpunkten in den Bereichen Marketing und Eventmanagement vermitteln. Aber auch eine abgeschlossene Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann oder Hotelfachmann verhilft zum nötigen Rüstzeug, das beim Planen und Organisieren von Hochzeiten helfen kann.

Außerdem rät Stefanie Langen dazu, vor dem Start entsprechende Weiterbildungen zu machen. Sie verweist auf den von der Industrie- und Handelskammer zertifizierten Lehrgang zum Hochzeitsplaner, bei dem wichtiges Know-how etwa aus den Bereichen Existenzgründung, Selbstvermarktung, Businessplan und Vertragswesen vermittelt sowie auf spezifische Themen der Hochzeitsbranche eingegangen wird. Wer sich für einen derartigen Kurs entscheidet, kann sich an etwa acht Präsenztagen und sechs Tagen Heimstudium das nötige Wissen aneignen. Die Kosten belaufen sich auf rund 2.000 Euro.

Nebenberuflich erste Erfahrungen sammeln

„Danach ist es von Vorteil, wenn man erste Aufträge zunächst nebenberuflich übernimmt“, empfiehlt Berufsberaterin Stefanie Langen. Das sei gut, um Erfahrungen und erste Referenzen zu sammeln, aber auch, um Kunden zu gewinnen sowie die Branche und ihre Einzelanbieter besser kennenzulernen. Hilfreich ist zudem, wenn man die Region, in der man seine Dienstleistung anbieten möchte, gut kennt – umso besser kann man das Brautpaar beraten und die passenden Partner zusammenbringen.

Das Wichtigste für den Erfolg eines Hochzeitsplaners aber seien Organisationstalent und vor allem ein „empathisches Vermögen“: „Es geht nicht darum, den Paaren die eigene Vorstellung einer Traumhochzeit zu vermitteln, sondern darum herauszufinden, was diese selbst sich darunter vorstellen.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchworte zum Beispiel: BWL, Veranstaltungskaufmann).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

jobboerse.arbeitsagentur.de

Europäische Kommunikations-Akademie für Bildung, Beratung und Projekte e.V.

www.hochzeitsplaner-zertifikat.de

Bund deutscher Hochzeitsplaner

Momentan sind 15 professionelle Hochzeitsplaner aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands, Italiens und Mallorca im Bund organisiert.
bund-deutscher-hochzeitsplaner.de

abi>> 17.06.2016