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Ein Beruf, viele Möglichkeiten

Eine junge Mitarbeiterin in der Bank zählt Geldscheine auf einen Tisch.
Ein neues Konto anlegen, einen Kredit beantragen oder das Vermögen verwalten - Bankkaufleute helfen ihren Kunden bei Fragen rund um Finanzangelegenheiten weiter.
Foto: Martin Rehm

Bankkauffrau

Ein Beruf, viele Möglichkeiten

Cheyenne Rosteck (24) ist als Beraterin in einer Bank für die Finanzangelegenheiten ihrer Kunden zuständig. Sie schätzt an ihrem Beruf vor allem, dass sie ihre kommunikative Ader ausleben kann und viel Kontakt mit Menschen hat.

„Ich wollte nie den ganzen Tag am PC sitzen“, erklärt Cheyenne Rosteck. „Ich bin sehr kommunikativ, brauche Abwechslung und arbeite sehr gerne mit Menschen.“ Ihre Tätigkeit als Kundenberaterin bei der Volksbank Kraichgau biete ihr genau das. Sie berät einen festen Kundenstamm zu den Themen Konto und Karte, Absicherung, Finanzierung, Vorsorge oder Vermögen. „Da sind Kunden vom Imker bis zum Professor dabei. Das finde ich sehr spannend und es war einer der vielen Gründe, warum ich in eine Volksbank wollte.“

Dabei stand ihr Berufswunsch Bankkauffrau lange nicht fest. Nach der mittleren Reife besuchte sie ein wirtschaftliches Berufskolleg und erlangte die Fachhochschulreife. „Ich wollte mir die Möglichkeit offenhalten, später zu studieren“, sagt die 24-Jährige. Danach machte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr. „Ich habe eine ausgeprägte soziale Ader und wollte schauen, ob dieser Bereich der richtige für mich ist“. Doch sie blieb bei der Wirtschaft. „Weil ich es auch für mich persönlich wichtig finde, die Zusammenhänge zwischen Politik und Wirtschaft zu verstehen.“ Sie engagiert sich jedoch nach wie vor – und unterstützt die sozialen Projekte ihrer Bank.

Steuererklärung in der Prüfung

Ein Porträtbild von Cheyenne Rosteck

Cheyenne Rosteck

Foto: privat

Da sie eine solide Grundlage anstrebte und gerne praxisorientiert lernt, entschied sie sich für eine Ausbildung bei der Bank. Genauer: für die Ausbildung zur Finanzassistentin, die speziell auf junge Menschen mit Abitur und Fachhochschulreife zugeschnitten ist. „Das heißt, ich bin nach der Ausbildung Bankkauffrau mit der Zusatzqualifikation Finanzassistentin“, erklärt die junge Frau. Dafür belegte sie in der Berufsschule drei Fächer mehr: Allfinanz, Steuerrecht und Business English. Dennoch absolvierte sie die Doppelausbildung in knapp zwei Jahren. Als „sehr praxisorientiert“ beschreibt Cheyenne Rosteck die Ausbildung.

In der Bank durchlief sie alle Abteilungen, vom Servicecenter bis zur Nachlassabwicklung. „Wir lernten, wie ein Scheck oder eine Überweisung funktioniert, wie man Zinsen auf den Tag genau berechnet und in der Abschlussprüfung mussten wir eine Steuererklärung machen.“
Nach der Ausbildung bekam sie das Angebot, in der Bank zu bleiben – wie auch ihre Azubikollegen. „Die Übernahmechancen sind sehr gut.“ Cheyenne Rosteck wurde in das Juniorkundenprogramm aufgenommen, in dem Nachwuchskräfte mit einem Schulungsprogramm fachlich und persönlich auf den Beruf als Kundenberater vorbereitet werden. Seit gut einem Jahr hat sie in diesem Bereich nun eine feste Stelle.

Studium neben dem Beruf

Doch für Cheyenne Rosteck war das kein Grund, sich zurückzulehnen. „Mir war klar: Wenn ich nicht gleich studiere, mache ich das später vermutlich nicht mehr.“ Seit drei Semestern studiert die 24-Jährige neben ihrem Vollzeitjob an der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Rhein-Neckar BWL und besucht nach Feierabend in der Bank an zwei bis drei Abenden bis 21 Uhr Vorlesungen und Seminare. „Natürlich ist das mit viel Stress verbunden, aber man zeigt dadurch auch dem Arbeitgeber, dass man engagiert und belastbar ist – und wenn Klausuren anstehen, kann ich mir meine Arbeitszeit flexibel einteilen. Mein Arbeitgeber unterstützt mich hierbei.“

Mit ihrem Studium will sie sich innerhalb der Bank weiterentwickeln. „Mein Ziel ist es, meinen Job als Kundenberaterin bestmöglich zu beherrschen, dann sehen wir weiter. Möglichkeiten und Aufstiegschancen sind bei der Volksbank Kraichgau ausreichend vorhanden.“

abi>> 07.02.2018