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Aktuelle und genaue Geodaten für Jedermann

Eine Karte zeigt verschiedene Grundstücksgrenzen
Auf Liegenschaftskarten können Geomatiker Grund- und Flurstücke sowie Gebäude festhalten und darstellen.
Foto: Axel Jusseit

Geomatiker

Aktuelle und genaue Geodaten für Jedermann

Michael Böhme arbeitet als Geomatiker in der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz in Mayen. Dort führt er die örtliche Liegenschaftskarte fort, die Flur- und Grundstücke aufzeigt und an der sich unter anderem Navigationssysteme orientieren. „Ich habe mich schon immer für Geografie und Mathe interessiert und finde meinen Beruf spannend und vielfältig“, schwärmt der 24-Jährige.

Jeden Tag aktualisiert Michael Böhme die digitale Liegenschaftskarte von Osteifel-Hunsrück. Das ist viel Arbeit am Computer, dennoch empfindet der junge Geomatiker das, was er tut, als durchaus greifbar. „Wenn ich am Ende meines Arbeitstages die Karte betrachte und genau sehen kann, was ich in den vorigen Stunden daran verändert habe, ist das schön. Ich kann verfolgen, wie sich die Struktur von Städten und Ortschaften jeden Tag ändert“, berichtet er.

Seine Hauptaufgabe: „Ich bereite Geodaten digital auf, qualifiziere sie und stelle sie für den Bürger bereit.“ Dafür führt er mit den Daten die Liegenschaftskarte fort, erfasst also, wo neue Gebäude entstehen, wo sich die Größe von Flurstücken ändert oder wie diese genutzt werden. „Bei einem neuen Haus nehme ich den Grundriss und die dazugehörigen Informationen – wie die Hausnummer – digital auf. Wenn Flurstücke geteilt oder verschmolzen werden, mache ich dasselbe mit den neuen Grenzen“, erzählt der Geomatiker.

Sorgfältig und präzise

Ein Porträtbild von Michael Böhme

Michael Böhme

Foto: privat

Der 24-Jährige achtet darauf, dass die Liegenschaftskarte stets aktuell ist, damit die Bürger ihr die korrekten Informationen entnehmen können. Auch Navigationssysteme werden auf der Basis solcher Karten erstellt. Wenn die Liegenschaftskarten nicht einwandfrei sind, können sie ihre Nutzer in die Irre führen. „Daher muss ein Geomatiker sehr sorgfältig und genau arbeiten“, betont Michael Böhme.

Damit nicht genug: „Außerdem braucht er räumliches Vorstellungsvermögen, Kreativität und Spaß an der Arbeit mit dem Computer“, fügt der Geomatiker hinzu. „Er sollte keine Angst vor Geografie, Mathe und Informatik haben und gute Schulnoten in diesen Fächern mitbringen. Auch Teamfähigkeit und ein guter Umgang mit Menschen sind wichtig, denn man hat regelmäßig mit Kunden zu tun.“

Weiter mit dualem Studium

Wenn man Michael Böhme zuhört, bekommt man einen Eindruck davon, wie sehr ihm seine Arbeit gefällt: „Ich finde meinen Beruf spannend und vielfältig“, schwärmt er. Bei der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz, wo er derzeit arbeitet, hatte er bereits seine Ausbildung absolviert. „Mathe und Geografie interessierten mich schon immer. Außerdem hatte ich mich bereits im Geografie-Unterricht mit Kartografie beschäftigt. Da lag es für mich nahe, eine Ausbildung in diesem Bereich zu wählen“, sagt der junge Lahnsteiner.

Im Herbst geht er noch einen Schritt weiter: An der Hochschule Mainz wird er das duale Studium Geoinformatik und Vermessung aufnehmen und die zugehörigen Praxisphasen bei seinem jetzigen Arbeitgeber absolvieren. „Danach möchte ich weiter in der Verwaltung tätig sein und später einen Fachbereich oder eine Abteilung leiten“, sagt Michael Böhme.

abi>> 13.09.2018

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