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Planen, zeichnen, kalkulieren

Jemand studiert den Grundrissplan eines Gebäudes.
Bevor ein Gebäude gebaut werden kann, müssen erst maßstabsgetreue Skizzen und Pläne erstellt werden.
Foto: Martin Rehm

Bauzeichner/in – Hintergrund

Planen, zeichnen, kalkulieren

Bauzeichner arbeiten an der Planung von Gebäuden oder im Bereich Tief-, Straßen- und Landschaftsbau. Durch die Entwicklung immer modernerer Software zur Erstellung von Bauplänen ist das Berufsbild im steten Wandel. Das schafft gute Zukunftsperspektiven.

„Oft gibt es die Vorstellung, Bauzeichner seien häufig auf der Baustelle. Tatsächlich arbeiten sie aber überwiegend im Büro“, sagt Sabine Steiner. Sie ist Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens. „Zusätzlich zur Erstellung von Bauplänen müssen Bauzeichner auch den Bedarf von Baustoffen ermitteln und Stücklisten anfertigen. Für den Beruf sollte man technisches Verständnis, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und Spaß an Mathematik – vor allem Geometrie –mitbringen“, erklärt sie.

Die duale Ausbildung zum Bauzeichner dauert regulär drei Jahre. „Im dritten Jahr findet eine Spezialisierung in Richtung Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Straßen- und Landschaftsbau statt, je nachdem in welchem Bereich der Auszubildende tätig ist“, erklärt die Berufsberaterin. Bauzeichner finden Beschäftigung in Architektur- oder Bauingenieurbüros, bei Architektenkammern sowie im öffentlichen Dienst, beispielsweise bei Bauämtern.

Berufsbild im Wandel

Ein Porträt-Foto von Sabine Steiner

Sabine Steiner

Foto: privat

„Traditionelle Büros arbeiten oft noch mit 2-D-Technik, zunehmend findet aber in der gesamten Baubranche die 3-D-Technik Einzug“, weiß Sabine Steiner. „Aber damit ist die Entwicklung noch nicht vorüber: Der nächste Schritt ist das sogenannte BIM.“ BIM steht als Abkürzung für „Building Information Modeling“. „Hier werden dreidimensionale digitale Modelle von Bauwerken erstellt mit exakten Informationen zu den einzelnen Teilen, zu den Baustoffen, zu Terminen und vielem mehr“, erläutert sie. „Damit wird sich in den nächsten Jahren viel verändern, unter anderem die Anforderungen im Umgang mit der Software.“ Durch die fortschreitende Digitalisierung wandeln sich folglich die Arbeitsinhalte. „Junge Leute, die sich jetzt für das Berufsbild entscheiden, können direkt auf diesen Zug mit aufspringen.“

Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten

Wer sich nach einer Berufsausbildung zum Bauzeichner weiterbilden will, hat verschiedene Möglichkeiten: „Beispielsweise gibt es die Fortbildung zum Bautechniker“, weiß Sabine Steiner. „Aber auch ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen oder Architektur ist möglich. Viele Studierende berichten, dass ihnen eine vorherige Ausbildung Vorteile brachte, beispielsweise kennen sie die Abläufe in den Büros und auf den Baustellen.“

Die Zukunftsperspektiven für Bauzeichner sehen gut aus. „Vor einigen Jahren entstand das Vorurteil, dass der Beruf durch die Einführung immer neuerer Software vom Aussterben bedroht sei, was sich als Irrtum herausgestellt hat“, sagt die Expertin. „Aber diese schlechte Prognose hat dazu geführt, dass nicht mehr so viele Bauzeichner ausgebildet wurden. Nun hat man das Problem, dass nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Der Nachwuchs hat also sehr gute Chancen.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Wort und Bild (Suchwort: Bauzeichner/in).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen (Suchwörter: Bauwesen, Architektur, Vermessung)
www.studienwahl.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Berufsausbildungen suchen.
https://kursnet-finden.arbeitsagentur.de

abi>> 28.12.2017

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