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Übersicht über Austauschprogramme

Es gibt einige Programme, über die Azubis einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren können. Gemeinsam ist ihnen, dass man sich nicht selbst um eine Teilnahme bewerben kann, sondern den Weg über das Ausbildungsunternehmen gehen muss. Wer sich für eines der nachfolgenden Programme interessiert, kann auch einfach seinen Arbeitgeber direkt darauf ansprechen.

Leonardo da Vinci

Das Programm der Europäischen Union fördert Ausbildungsabschnitte in den Ländern der EU, außerdem in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz, Kroatien sowie in der Türkei.

Leonardo da Vinci richtet sich an Einrichtungen der beruflichen Bildung (z. B. berufsbildende Schulen, außer- und überbetriebliche Bildungsstätten), Unternehmen sowie Sozialpartner und ihre Organisationen, Berufsverbände und Kammern. Der Projektantrag muss über eine dieser Institutionen eingereicht werden.

http://www.na-bibb.de

Training Bridge

Das Programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH fördert den Austausch von Auszubildenden und Ausbildern mit Großbritannien. Das Programm richtet sich an Auszubildende in einer dualen Berufsausbildung sowie an Ausbildungsverantwortliche. Gefördert werden Auslandsaufenthalte von drei Wochen bis drei Monate in einem Partnerunternehmen. Es ist ein Austauschprogramm, das heißt, deutsche Azubis verbringen einige Zeit in Großbritannien und die britischen Azubis kommen nach Deutschland. Anträge können nur von Betrieben, Kammern und den Ausbildungseinrichtungen gestellt werden. Die Projekte werden inhaltlich von den Antragstellern gestaltet.

GJØR DET und BAND

Wie Training Bridge sind dies Austauschprogramme, die auf Gegenseitigkeit beruhen. Deutsche Unternehmen, die ihre Auszubildenden zu einem Partnerunternehmen nach Norwegen (GJØR DET) oder in die Niederlande (BAND) schicken, empfangen im Gegenzug die norwegischen bzw. niederländischen Azubis in Deutschland. Gefördert werden drei- bis zwölfwöchige Austauschprojekte. Zuschüsse gibt es unter anderem für die sprachliche Vorbereitung, die Reisekosten, sowie für Unterkunft und Verpflegung.

Einen Antrag auf Förderung können auch hier nur Betriebe, Kammern sowie außer- und überbetriebliche Bildungseinrichtungen stellen.

http://www.giz.de

xchange

xchange bietet Auszubildenden ab dem zweiten Lehrjahr die Möglichkeit, vier Wochen der betrieblichen Ausbildung in der Firma eines anderen Landes zu absolvieren. Im Gegenzug kommt ein Azubi der Austauschfirma in das eigene Unternehmen. Zu den beteiligten Regionen gehören Bayern, Baden-Württemberg, die Schweizer Kantone St. Gallen, Thurgau, Zürich, Schaffhausen, Aargau, Appenzell, Graubünden und Ticino, die Lombardei, Südtirol und Trient in Italien sowie die österreichischen Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Das Programm wird unter anderem von der Europäischen Union gefördert.

http://www.xchange-info.net

Deutsch-französische Ausbildung in Paris: Industriekaufmann/-frau und Brevet de Technicien Supérieur (BTS) Comptabilité/Gestion

Die Industrie- und Handelskammer Aachen bietet diese deutsch-französische Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Ecole Franco-Allemande de Commerce et d’Industrie (EFACI) in Paris an. Die Jugendlichen schließen einen Ausbildungsvertrag mit einem in Paris ansässigen deutsch-französischen Unternehmen ab und erwerben in zwei Jahren zwei Abschlüsse: Industriekaufmann/-frau und BTS Comtabilité-Gestion. Voraussetzung für die Teilnahme: allgemeine oder Fachhochschulreife, gute Französisch- und Mathekenntnisse.

http://www.ausbildunginternational.de/paris.html

Kaufmännische Berufsausbildung in Madrid

Die Asociacíon hispano-alemana de enseñanzas técnicas (ASET) ist eine staatlich anerkannte Deutsche Auslandsberufsschule, die in Madrid zusammen mit in Spanien ansässigen Unternehmen (v.a. Tochtergesellschaften deutscher Konzerne) eine zweisprachige Ausbildung anbietet, und zwar in den folgenden Berufen: Industriekaufmann/-frau, Bankkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Spedition- und Logistikdienstleistung. Die Ausbildung dauert zwei Jahre, nach den in Deutschland gültigen Lehrplänen. Sechswöchige Theoriephasen bei ASET wechseln sich mit neunwöchigen Praxisphasen in den Ausbildungsbetrieben ab.

http://www.aset.es

ELCA Landschaftsgärtner-Austausch

Die European Landscape Contractors Association fördert seit mehreren Jahren den europäischen Austausch von jungen Landschaftsgärtnern.

http://www.elca.info

Deutsch-japanisches Austauschprogramm für junge Berufstätige

Zielgruppe des Programms, das vom Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin durchgeführt wird, sind junge Berufstätige und Auszubildende zwischen 18 und 30 Jahren. Jedes Jahr dürfen 22 Teilnehmer für zwei Wochen Kultur und Arbeiten in Japan kennen lernen. Sie besuchen unterschiedliche japanische Unternehmen und hören Fachvorträge an. Bei einem Wochenendseminar treffen die deutschen Programmteilnehmer die japanischen Azubis, die ihrerseits dann für zwei Wochen nach Deutschland reisen.

http://www.jdzb.de

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