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Rubrik Lehrer und Eltern


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Kauffrau für Tourismus und Freizeit

Anlaufstelle für Touristen

Wer einen Städtetrip nach Freiburg plant, kann sich von Carmen Escher gut beraten lassen. Die 23-Jährige macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit bei der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH und Co. KG (FWTM). Der Mix aus Tourismus, Veranstaltungsorganisation und Kontakt mit internationalen Kunden reizt sie besonders an dem Beruf.

Carmen Fischer berät einen Kunden.

Carmen Escher arbeite bei der freiburger Wirtschaft Touristik und Messe GmbH und Co. KG.

Foto: Privat

Carmen Escher durchläuft während ihrer Ausbildung zehn Stationen innerhalb der FWTM, einem Management- und Marketingunternehmen der Stadt Freiburg, das für Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie für Tagungen, Messen und Großveranstaltungen zuständig ist. In den ersten zwei Lehrjahren wurde sie unter anderem in die Bereiche Tourist Information, Hotelbuchungsservice, Einkauf sowie Veranstaltung eingewiesen. „In der Tourist Information beraten wir Kunden persönlich, telefonisch oder per E-Mail über touristische Angebote in Freiburg und der Region“, erläutert die 23-Jährige. Um Fragen wie „Gibt es ein zentral gelegenes Wellnesshotel?“, „Wie finde ich ein Restaurant mit regionalen Spezialitäten?“ oder „Wie komme ich zur Schlossbergbahn?“ kompetent beantworten zu können, sind detaillierte Ortskenntnisse gefragt.

Gut, dass Carmen Escher auch Englisch und Französisch beherrscht, um ausländischen Interessenten Auskunft zu geben. Ihr ist es wichtig, dass sich Kunden gut beraten fühlen und gerne wieder kommen. „Eine ältere Dame aus Großbritannien, mit der ich häufig telefoniert hatte, brachte mir sogar Schokolade mit und bedankte sich persönlich für meine Hilfe.“ Im Buchungsservice lernte sie, Kunden über Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen zu beraten, Verfügbarkeiten zu überprüfen und Buchungen vorzunehmen.

Im dritten Lehrjahr beschäftigt sie sich nun mit kaufmännischen Arbeiten in der Buchhaltung sowie mit Werbe- und Marketingmaßnahmen. Sie koordiniert Pressereisen, indem sie Hotels für Journalisten bucht, Restaurants aussucht und reserviert sowie einen Programmablauf erstellt.

Einen Erlebnistag planen

„Sehr spannend fand ich die Vorbereitung unserer Veranstaltung ‚Erlebnistag – Tourist in der eigenen Stadt’“, erinnert sich Carmen Escher. Sie wirkte bei der Projektplanung, der Abstimmung mit den Kooperationspartnern und der Programmgestaltung mit. Geboten wurden Hotelbesichtigungen, Stadt- und Museumsführungen sowie Weinproben. Die Auszubildende kümmerte sich auch um die Personaleinteilung, die Vorbereitung der Gruppenführungen und Werbemittel.

Wie man Projekte plant und durchführt, konnte sie in der Berufsschule in Singen vertiefen. Im einwöchigen Blockunterricht, der jeden Monat stattfindet, werden außerdem Themen wie touristische Regionen und Kurorte, Geschichte sowie Qualitätsmanagement, Marketing und Rechnungswesen behandelt. Der Ausbildungsberuf ist bei Abiturienten beliebt: Rund 48 Prozent der Neu-Azubis 2006 hatten laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Hochschulreife. Einer der Gründe: „Die vielfältigen Ausbildungsinhalte eröffnen verschiedene Einsatzmöglichkeiten“, erläutert Ausbilderin Lonieta Dylus. „Neben Kommunikationsfähigkeit, guten Umgangsformen, Teamgeist und selbstständigem Arbeiten ist vor allem Flexibilität gefragt, um auf wechselnde Arbeitsstellen oder Veränderungen der beruflichen Anforderungen reagieren zu können.“

Die Berufschancen schätzt die Ausbilderin gut ein. „Tourismus ist nach wie vor ein in der Bedeutung steigender Wirtschaftsfaktor. Ein berufsbegleitendes Studium mit Schwerpunkt Tourismus oder Weiterbildungsmaßnahmen durch die IHK oder das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin sind sicherlich empfehlenswert.“ Auch Carmen Escher könnte sich durchaus vorstellen, nach der Ausbildung ein Studium zum Beispiel im Fach Tourismusmanagement anzuhängen.

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