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Organisieren und improvisieren

Junger Mann steht mit der Montageleiterin an einem Messestand und bespricht sich
Veranstaltungskaufleute organisieren alles, was mit einem Event zu tun hat. Im Messebereich gehört dazu, sich mit Ausstellern abzusprechen.
Foto: Julien Fertl

Veranstaltungskaufmann

Organisieren und improvisieren

Organisieren, das war schon immer Moritz Reinwalds (22) Ding. Deshalb hat er sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann bei der Messe Stuttgart entschieden.

Ein Studium passt nicht zu mir“, sagt Moritz Reinwald bestimmt. Stattdessen hat sich der 22-Jährige nach dem Abitur und einer kleinen Auszeit mit Jobben und Reisen für eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann entschieden. Der Beruf sprach ihn an, weil er schon zu Schulzeiten Skifreizeiten und andere Freizeitveranstaltungen organisiert hatte. „Das passt wiederum sehr gut und kam bei der Bewerbung gut an.“

Mittlerweile ist Moritz Reinwald im zweiten Lehrjahr, drei Jahre dauert die Ausbildung an der Messe Stuttgart insgesamt. Die Berufsschule findet in Baden-Baden in Blöcken statt: Sechsmal zwei Wochen im Jahr zieht der Auszubildende in ein Wohnheim dort, um die Theorie seines künftigen Berufes zu lernen.

Vielseitige Einblicke

Ein Porträt-Foto von Moritz Reinwald

Moritz Reinwald

Foto: privat

In den Praxisphasen in Stuttgart durchläuft er unterschiedliche Abteilungen. „Ich kann Wünsche äußern, aber es muss natürlich auch gerade Arbeit für einen Auszubildenden anfallen“, erklärt der angehende Veranstaltungskaufmann. Er hat bisher in den Teams für Lifestyle- und Freizeitmessen, für Bildungs- und Wirtschaftsmessen und für Industrie- und Technologiemessen gearbeitet.

Je nach Organisationsphase einer Messe, gibt es unterschiedliche Aufgaben zu erledigen: Platzierungsvorschläge für die Messestände machen, die Beschilderung organisieren oder Veranstaltungen und das Rahmenprogramm während der Messe organisieren. „Ich bin in allen Abteilungen voll in die Aufgaben integriert“, sagt er.

Sogar Kontakt zu Journalisten und Politikern

Zudem hat der Azubi schon im Presse- und Medienservice mitgearbeitet und  das Pressezentrum betreut, Fragen der Journalisten beantwortet sowie Pressemitteilungen und Bildmaterial versendet. In der Abteilung „Protokoll“ organisierte er zum Beispiel Ausstellerabende oder Messerundgänge für Politiker oder Prominente.

„In der Regel arbeite ich ganz normal in Gleitzeit zwischen 7 und 16 Uhr“, berichtet Moritz Reinwald. „Nur bei speziellen Veranstaltungen kann es sein, dass ich auch mal abends oder am Wochenende dabei sein muss.“ Als nächste Abteilungen stehen die Hauptkasse, Verkehr und Sicherheit, der Ticketservice und die Technik an. „Am schönsten ist es, wenn ich sehe, dass sich die Vorbereitungen einer Messe auszahlen und alles reibungslos funktioniert“, sagt der Auszubildende.

Offenheit als A und O

Sein Tipp an alle, die Veranstaltungskaufmann oder -frau werden wollen: „Ich kommunziere viel mit unterschiedlichen Menschen, daher muss man eine offene Persönlichkeit haben. Außerdem ist es gut, belastungsfähig zu sein und trotz aller guter Organisation auch mal improvisieren zu können.“
Wie es nach der Ausbildung weitergeht, weiß Moritz Reinwald noch nicht. Ein Studium schließt er dann doch nicht mehr ganz so entschieden aus. „Studieren wäre schon eine Option, aber Arbeiten hat auch seine Vorteile.“

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 22.07.2019