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Im Sinne der Mandanten

Junger Mann sitzt am Schreibtisch und telefoniert mit einem Kunden.
In der Ausbildung zum Steuerfachangestellten steht die Bedienung von Buchhaltungsprogrammen und die Bearbeitung von Jahresabschlüssen auf dem Programm.
Foto: Julien Fertl
Thema der Woche

Steuerfachangestellte

Im Sinne der Mandanten

Buchhaltung, Jahresabschlüsse, Lohnabrechnungen – Ines Renner (21) lernt den Beruf der Steuerfachangestellten von der Pike auf.

Ein Praktikum während der Realschulzeit führte Ines Renner zur Steuerberatungsgesellschaft Ecovis im thüringischen Eisfeld. „Mir hat der Einblick dort gut gefallen, sodass ich mich nach dem Abitur an einem Beruflichen Gymnasium mit dem Zweig Wirtschaft für eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten entschieden habe“, erzählt die 21-Jährige, die sich mittlerweile im dritten und damit letzten Lehrjahr befindet.

In den ersten beiden Ausbildungsjahren beschäftigte sich die Abiturientin mit den Grundlagen ihres Berufs: So lernte sie die Bedienung des Buchhaltungsprogramms der Steuerberatungsgesellschaft kennen und buchte erste Rechnungen ein, bevor das zweite Lehrjahr ganz im Zeichen der Lohn- und Gehaltsabrechnung stand, die die Steuerberatungsgesellschaft für ihre Mandanten aus der Wirtschaft übernimmt. Aktuell lernt Ines Renner die Bearbeitung von Jahresabschlüssen kennen, die Unternehmen jährlich beim Finanzamt einreichen müssen.

„Zwischendurch war ich auch mal am Empfang eingesetzt. Hier hatte ich besonders viel Kontakt mit den Mandanten – sei es telefonisch oder persönlich. Das hat mir auch viel Spaß gemacht“, berichtet die angehende Steuerfachangestellte.

Mischung aus Theorie und Praxis

Ein Porträt-Foto von Ines Renner

Ines Renner

Foto: privat

Drei Tage in der Woche arbeitet sie im Büro in Eisfeld, zwei Tage besucht sie die Berufsschule, wo sie die theoretischen Inhalte zu Steuerwesen, Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht lernt. „Im Büro sitze ich viel am Schreibtisch, das meiste wird heutzutage digital erledigt“, erklärt Ines Renner, der die Buchführung bislang am besten gefällt, weil sie dadurch Einblicke in die Geschäfte ihrer Mandanten erhält.

In ihrem Beruf muss die künftige Steuerfachangestellte gern mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenarbeiten, Offenheit ist also eine gefragte Fähigkeit. „Außerdem müssen wir dienstleistungsorientiert denken, denn wir arbeiten ja im Sinne unserer Mandanten“, gibt Ines Renner zu verstehen. Flexibilität und der Wille zur ständigen Weiterbildung sind wichtig, weil sich Steuergesetze und Vorschriften ständig ändern. „Da muss man immer auf dem Laufenden bleiben.“ Fachlich müssen Steuerfachangestellte fit sein in Mathematik, Wirtschaft und Recht – der Besuch eines Wirtschaftsgymnasiums hat die Abiturientin also gut auf ihre Arbeit vorbereitet.

Wie es nach ihrer Ausbildung weitergeht, weiß Ines Renner noch nicht genau. „Ich könnte nach einigen Jahren Berufserfahrung eine Weiterbildung zur Steuerfachwirtin machen oder Bilanzbuchhalterin werden“, erklärt sie einige ihrer Möglichkeiten. Auch ein Studium wäre nach der Ausbildung möglich. „Wahrscheinlich werde ich aber erst einmal weiter arbeiten, weil mir die Praxis momentan sehr gut gefällt“, sagt Ines Renner. Ihre Aufgaben werden auf jeden Fall vielfältig bleiben, so wie sie es schon in der Ausbildung kennengelernt hat. Langweilig wird es der Steuerfachangestellten so mit Sicherheit auch in Zukunft nicht werden.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 06.11.2018