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Schifffahrtskaufmann

PC-Arbeit und Hafenluft

Marcus Lehmann kommt viel herum: Während seiner Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann Fachrichtung Linienschifffahrt durchläuft der 19-Jährige verschiedene Bereiche einer großen Reederei.

Das Foto zeigt Marcus Lehmann an seinem Schreibtisch. Er hält einen Telefonhörer in der Hand und blickt auf einen Bildschirm.

Marcus Lehmann an seinem Arbeitsplatz bei der Reederei Hamburg Süd.

Foto: Privat

Marcus Lehmann ist im dritten Ausbildungsjahr bei der Reederei „Hamburg Süd“ und hat schon einen guten Überblick bekommen. „In den einzelnen Abteilungen haben wir immer genügend Zeit, um die Abläufe wirklich kennenzulernen. Wir waren auch schon im Hafen und haben uns die Terminals und Containerdepots vor Ort angeschaut.“

Reise durch die Reederei

Die Aufgaben für Schifffahrtskaufleute sind ausgesprochen vielfältig – wie der 19-Jährige in seiner Ausbildung erfährt. In der Logistik-Abteilung sind Marcus Lehmann und seine Kollegen mit der Positionierung von Leercontainern beschäftigt. Betriebswirtschaftliches Denken steht dabei im Vordergrund. „Schließlich müssen die Container möglichst schnell wieder an Orte kommen, an denen sie gebraucht werden“, erklärt der Auszubildende.

Im Customer Service wiederum dreht sich alles um Buchungen und Kundenwünsche. „Dort werden zum Beispiel Container aus Südamerika weiter nach Skandinavien gebucht.“ Bei alledem wird eine Fähigkeit laufend gefordert: Englisch sprechen. Der Kontakt mit Menschen aus aller Welt gehört für Schifffahrtskaufleute zum Tagesgeschäft.

Alle Abläufe muss der Schifffahrtskaufmann schließlich schriftlich fixieren. „In der Abteilung Export-Dokumentation habe ich auch selbst Frachtpapiere erstellt“, berichtet Marcus Lehmann. Besonders spannend waren für ihn die Einblicke in Unternehmensbereiche, die sich mit der Versorgung und dem Betrieb der Schiffe beschäftigen. In der Abteilung Marine Operations wird zum Beispiel der „Bunker“ eingekauft. So heißt der Treibstoff für den Schiffsantrieb im Fachjargon. „Dabei mussten wir dafür sorgen, dass die Schiffe weltweit mit Treibstoff versorgt sind.“ Im Columbus Shipmanagement schließlich kümmert sich der Azubi zusammen mit Kollegen um das Crewing für die Schiffe, also die Zusammenstellung der Besatzung.

Zwei Fachrichtungen

Die Ausbildung wird in zwei Fachrichtungen angeboten: Linien- und Trampschifffahrt. „Das lässt sich am besten mit Linienbussen und Taxis vergleichen“, erklärt Marcus Lehmann. „Linienschifffahrt hält sich an feste Fahrpläne und eine feste Abfolge von Zielhäfen, die das jeweilige Schiff anläuft. Es sind also immer wieder dieselben Haltestellen, an denen Ladung aufgenommen oder entladen wird. Kaufleute für die Trampschifffahrt dagegen, müssen ständig nach neuen Ladungsoptionen Ausschau halten.“

Und obwohl Marcus Lehmann seine Ausbildung in der Fachrichtung Linienschifffahrt absolviert, sitzt der 19-Jährige momentan im Tramp-Bereich der Hamburg Süd. Denn es ist wichtig, dass er die Unterschiede kennenlernt. „Es sind eben zwei spezielle Fachrichtungen mit unterschiedlichen Herausforderungen“, sagt der Auszubildende.

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