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Rubrik Lehrer und Eltern


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manroland AG: Ausbildung zur Industriekauffrau

Abteilungsmarathon

Was manroland genau herstellt, war Martina Tarrant vor ihrer Bewerbung nicht ganz klar. Nach dem ersten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau hat sich das gehörig geändert. Im Durchschnitt bleibt sie fünf bis sechs Wochen in einer Abteilung, dann geht es wieder weiter: neuer Arbeitsbereich, neue Aufgaben, neue Kollegen. "Genau das finde ich total klasse", schwärmt die 21-Jährige.

Auf dem Foto ist eine junge Frau an einem Schreibtisch vor ihrem Computer zu sehen.

Auszubildende bei der manroland AG erwarten abwechslungsreiche Aufgaben.

Foto: manroland AG

Nach dem Abitur wollte Martina Tarrant unbedingt erstmal eine Ausbildung machen. In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit fand sie eine Ausbildungsstelle zur Industriekauffrau bei manroland. Während ihrer zweieinhalbjährigen Ausbildung durchläuft sie verschiedene Stationen, beispielsweise den Einkauf, die Logistik, Personal oder Marketing. Dabei erfährt sie etwas über die verschiedenen Tätigkeiten sowie über die einzelnen Software-Programme, die jeweils zum Einsatz kommen. Zu Beginn der Ausbildung nahm sie an einer zweitägigen EDV-Schulung und einem zweitägigen Workshop teil, bei dem alle Produkte von manroland vorgestellt wurden. „Danach machten wir ein Metallpraktikum und lernten Schweißen und Sägen", erinnert sich Martina Tarrant. Auch die kaufmännischen Azubis sollen damit an die Materialien, mit denen manroland produziert, heran geführt werden.

Der Azubi-Alltag von Martina Tarrant ist sehr abwechslungsreich. Durch das Rotationsprinzip lernt sie sehr viele Abteilungen kennen. Wenn sie irgendwo neu reinkommt, werden ihr vom zuständigen Ausbilder erst einmal die Aufgabenfelder beschrieben, die nötigen Computer-Programme erklärt und ihr Arbeitsbereich zugewiesen. Aktuell ist die angehende Industriekauffrau in die Kredit- und Buchhaltung gewechselt und wird nun in der Abteilung eingearbeitet. „Vorher war ich in der Stückliste", erzählt Martina Tarrant. In dieser Abteilung wird der Produktionsablauf eines Maschinenbaus genau im Computersystem dokumentiert. Das heißt, es werden alle einzelnen Bauteile aufgeführt und vermerkt, ob sie schon verbaut worden sind.

Fernplanspiel

Martina Tarrant durfte im ersten Ausbildungsjahr an einem so genannten „Fernplanspiel" teilnehmen. In diesem Unternehmensplanspiel müssen die Azubis Entscheidungen zur Entwicklung eines fiktiven Unternehmens treffen. Sie bekommen Aufgaben gestellt, die sie lösen müssen. „Wir Azubis von manroland spielten dabei gegen Azubis von anderen Firmen. Mein Team war für den Geschäftsbereich Finanzen verantwortlich. Wir mussten uns beispielsweise überlegen, ob wir einen Kredit tilgen oder das Geld in den Kauf neuer Maschinen stecken sollten." Über ein halbes Jahr hinweg trafen sich die Azubis alle zwei Wochen für ein bis zwei Stunden. Das Spiel hat ziemlich viel Spaß gemacht, obendrein hatte es auch noch einen Lerneffekt: „Wir haben einen Blick dafür bekommen, dass Entscheidungen in einzelnen Abteilungen immer Auswirkungen auf das ganze Unternehmen haben." Ein weiteres Highlight war die sozialpädagogische Woche: Die kaufmännischen Azubis fahren im Sommer eine Woche gemeinsam weg und trainieren Teamfähigkeit und Präsentationstechniken.

In welcher Abteilung sie nach der Ausbildung einsteigen möchte, weiß Martina Tarrant noch nicht. Einige Abteilungen stehen ja auch noch aus: Einkauf, Service, Personal, Marketing, Vertrieb. „Ich möchte jetzt erstmal meine Ausbildung erfolgreich abschließen und dann schauen, wie es sich weiterentwickelt."

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