Anpacken im Blaumann
Bei der Arbeit trägt Claudia Cluse Blaumann und Haarnetz. "Letzteres ist wegen der Hygiene", sagt die 22-Jährige. Die Nordrhein-Westfälin macht eine Ausbildung zur Mechatronikerin bei der Firma Iglo GmbH.
Der angehenden Mechatronkerin Claudia Cluse macht es Spaß anzupacken.
Willmy CC Studio
In dem Werk im nordrhein-westfälischen Reken, in dem vor allem Spinat, Rotkohl, Weißkohl und Kräuter verarbeitet und abgepackt werden, absolviert sie gerade das dritte Ausbildungsjahr. „Am Beruf Mechatronikerin fasziniert mich, dass er eigentlich zwei Berufe kombiniert, nämlich den des Elektronikers und den des Mechanikers“, meint die 22-Jährige.
Gibt es irgendwo Probleme in der Produktionsanlage, ist Claudia Cluse mit einem Gesellen zur Stelle. Etwa, wenn eine Welle an einem der Förderbänder bricht. „Welle nennt man beispielsweise das Verbindungsstück zwischen einem elektronischen Motor und einem Förderband“, erklärt die Auszubildende.
Selbst ist die Frau
Die angehende Mechatronikerin lernt, wie man elektrische Leitungen berechnet, verlegt sie und bringt Sicherungen oder Motorschutzschalter an. Im Berufsschulunterricht hat sie gerade die Funktionsweise einer Dosierpumpe kennen gelernt. „Bei diesem Gerät kann man einstellen, wie viel Flüssigkeit ausgegeben wird, etwa um eine bestimmte Menge Soße auf ein Produkt zu geben.“
Als einzige Frau in einer Männerdomäne zu bestehen, macht der Auszubildenden wenig Probleme. „Mir macht es Spaß, anzupacken“, sagt sie. „Wenn Männer eine Schraube angezogen haben, sitzt sie oft so fest, dass ich sie mit dem Schraubenzieher nicht lösen kann. Doch ich weiß mir zu helfen. In solchen Fällen organisiere ich mir eine Verlängerung und kann es dank Hebelwirkung selbst bewerkstelligen.“





