Arbeit mit Honig und Wachs
Theresa Bauder (22) hat bei dem Naturkosmetikunternehmen Weleda in Schwäbisch-Gmünd eine Ausbildung zur Chemielaborantin gemacht.
Chemielaborantin Theresa Bauder
Foto: Privat
Die Entscheidung für eine berufliche Zukunft im Bereich der Naturwissenschaften fällte Theresa Bauder bei einem Schulausflug – ins Berufsinformationszentrum der örtlichen Agentur für Arbeit. Nach einem Interessentest stand ein Studium im Bereich der Naturwissenschaften ganz oben auf der Wunschliste der Schülerin. Ein einwöchiges Praktikum bei Kraft Foods brachte dann die endgültige Idee: „Der Einsatz im Labor hat mir den größten Spaß gemacht.“ Die Schülerin entschied sich für eine Ausbildung zur Chemielaborantin. „Studieren kann ich immer noch.“
Laborarbeit
Für die Ausbildung bewarb sie sich aber nicht in der Food- sondern in der Beautybranche, unter anderem bei dem Naturkosmetikunternehmen Weleda. Mit ihrer Wahl ist Theresa Bauder sehr zufrieden. „In vielen anderen Betrieben arbeiten die Auszubildenden lange Zeit nur in Lehrlabors, aber ich durfte sehr früh im richtigen Labor mitarbeiten. Uns wurde von Anfang an großes Vertrauen entgegengebracht. Dadurch fühlt man sich und seine Arbeit eher wertgeschätzt.“ An der Berufsschule lernte die heute 22-Jährige die notwendigen theoretischen Grundlagen: Physik, Chemisches Rechnen, die Arbeit mit den Geräten, organische Chemie und Fachenglisch. Wichtig sind aber auch eine gute Beobachtungsgabe, Genauigkeit und Ordnung.
Vor kurzem hat Theresa Bauder ihre Ausbildung beendet. Die angesetzten dreieinhalb Jahre durfte sie wegen ihrer guten Zwischenprüfung und ihres Abiturs auf drei Jahre verkürzen. Derzeit arbeitet sie in der Qualitätskontrolle. Ihre Aufgabe ist es, die Ausgangsstoffe zu untersuchen, die hinterher zu Kosmetikprodukten verarbeitet werden. Stimmt die Konsistenz des Honigs? Schmilzt das Wachs bei der richtigen Temperatur? Was ist mit den ätherischen Ölen? Spannend, findet Theresa Bauder.





