Vom Hobby zum Beruf
Paul Präg (24) macht bei der CAS Software AG eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Momentan ist seine Hauptaufgabe das Prüfen der Software-Produkte.
Schon vor seiner Ausbildung zum Fachinformatiker hat Paul Präg die Computerprobleme von Bekannten und Verwandten gelöst.
Foto: Privat
„Ich bin mit Technik aufgewachsen und löse schon seit Jahren die meisten Probleme, die meine Verwandten und Bekannten mit dem Computer haben“, erzählt Paul Präg. Da lag der Beruf des Fachinformatikers nahe. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Physiklaboranten und dem abgeleisteten Zivildienst wollte er seine Leidenschaft endlich zum Beruf machen. Also bewarb er sich unter anderem bei der CAS Software AG, und von den Karlsruhern bekam er schließlich auch die Zusage. Nach einem einmonatigen Praktikum, bei dem Paul Präg das Unternehmen schon einmal kennen lernen konnte, begann im September 2009 die Ausbildung.
Testen, testen, testen
Im ersten Lehrjahr arbeitet der angehende Fachinformatiker zunächst im Testcenter des Softwareunternehmens. „Wir prüfen die Standardsoftware-Produkte, die die Entwicklungsabteilung entworfen hat“, erklärt der 24-jährige Azubi. „Das bedeutet zum Beispiel, dass wir Daten in Datenbankanwendungen eingeben und schauen, ob alles richtig dargestellt wird. Stimmen die Abstände, steht alles in den richtigen Feldern? Wenn wir einen Fehler finden, erstellen wir ein sogenanntes Ticket, und die Entwickler bearbeiten die Software. Anschließend testen wir sie erneut.“ Auch verschiedene Sprachversionen der Software bekommt der Auszubildende auf den Tisch. „Dann teste ich mithilfe eines Sprachprogramms, ob die Übersetzungen stimmen.“
Den größten Teil seiner Arbeitszeit verbringt Paul Präg vor dem Computer, um die Software zu überprüfen. „Die über zehn Kollegen aus dem Testcenter weisen mich nach und nach in ihre Bereiche ein, und ich bearbeite die Aufgaben im Team.“ Neben den Testcenter-Kollegen befindet sich der Auszubildende auch in einem ständigen Austausch mit der Entwicklungsabteilung, die wissen will, was genau wie getestet wurde. „Am meisten macht es Spaß, neue Features zu testen, von denen eigentlich noch keiner weiß, wie sie genau in der Praxisanwendung funktionieren werden“, so der Computer-Fan.
Problemlösungen
Im zweiten Lehrjahr wird Paul Präg dann in der IT-Abteilung des Unternehmens eingesetzt. Diese ist zuständig für die Wartung und Reparatur aller PCs im Hause CAS, sie spielt neue Software oder Betriebssysteme auf und ist für alle Fragen rund um die Hard- und Software der Kollegen zuständig. „Das kommt dann der Problemlösung, die ich schon in meinem Bekanntenkreis betrieben habe, sehr nah“, erwartet der Azubi. Das dritte und letzte Lehrjahr wird er im Support verbringen, also dem Kundendienst, der sich um alle Anfragen der Kunden kümmert.
Die Ausbildung zum Fachinformatiker besteht natürlich nicht nur aus der Praxis. Alle sechs Wochen geht Paul Präg für zwei Wochen an die Berufsschule, um dort die Theorie für seinen Beruf zu lernen. Software- und Systemtechnik, Deutsch, Wirtschaftskunde, aber auch ein großer Teil Betriebswirtschaft stehen auf seinem Stundenplan. In regelmäßigen Arbeiten und Tests wird das Gelernte abgefragt. Auch wenn es noch eine Zeit lang dauert, bis der Fachinformatiker seinen Abschluss in der Tasche haben wird, hofft er schon jetzt darauf, nach seiner Ausbildung übernommen zu werden. „Die Chancen stehen wohl recht gut“, so der Azubi, „und deshalb strenge ich mich weiter an, um aus meinem Hobby tatsächlich einen Beruf zu machen.“





