Ausbildung 4.0: Moderne neue Arbeitswelt

Die Veranstaltungstechnikerin im Licht-Regieraum, wo sie die Beleuchtung während einer Aufführung kontrollieren kann und für die jeweiligen Szenen wechselt.
Auszubildende zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik erlernen in den verschiedenen Abteilungen neben einigen rechtlichen Aspekten vor allem die verschiedenen technischen Komponente der Branche.
Foto: Frank Pieth

Digitalisierung in der Berufsbildung – Hintergrund

Ausbildung 4.0: Moderne neue Arbeitswelt

Selbstfahrende Autos, Drohnen und 3-D-Drucker: Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und wirkt sich auch auf Berufsbilder und die betriebliche Gestaltung der Ausbildungen aus.

Elisabeth Müller (20) setzte bereits bei ihrer Fachhochschulreife einen Schwerpunkt auf Technik. „Bei der Auswahl eines Berufes war es mir sehr wichtig, diesen technischen Hintergrund nicht zu verlieren.“ Mit der Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik bei der Messe München fand sie genau das Richtige. „Der Beruf umfasst das Veranstaltungsgeschäft, aber auch technische Aspekte“, erklärt sie. „Das macht es spannend, herausfordernd und abwechslungsreich zugleich.“

Umgang mit neuester Veranstaltungstechnik

Ein Porträt-Foto von Elisabeth Müller

Elisabeth Müller

Foto: Messe München

Während ihrer Ausbildung durchläuft Elisabeth Müller verschiedene Abteilungen. Im technischen Ausstellerservice lernt sie, wie Kunden in technischer Hinsicht bei ihrer Messeplanung unterstützt werden und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei relevant sind. „Außerdem habe ich bereits Einblicke in die speziell auf die Messe München zugeschnittene Software MCAD erhalten“, berichtet sie. „Damit werden Hallenpläne gezeichnet und die Stände der Aussteller platziert.“ Mit der neuesten Technik setzt sie sich auch in anderen Abteilungen auseinander, seien es moderne Beschallungsanlagen, Flatscreens, Laptops und Beamer im Konferenzraum-Service oder die moderne Veranstaltungstechnik im Internationalen Congress Center. „Mit den neu angeschafften Licht- und Tonmischpulten, Lampen und tontechnischen Geräten zu experimentieren und kleine Veranstaltungen eigenständig aufzubauen, macht mir besonders viel Spaß“, sagt die junge Frau. In der Berufsschule lernt sie unter anderem, wie es im Inneren dieser Mischpulte, Lampen und Mikrofone aussieht. „Auch dort dürfen wir verschiedenste Veranstaltungstechnik ausprobieren, etwa das schuleigene Tonstudio und die Bühne in der Aula, auf der wir den Auf- und Abbau für imitierte Veranstaltungen selbst koordinieren und durchführen.“

Inzwischen ist Elisabeth Müller im zweiten Ausbildungsjahr und profitiert von einer Veränderung: Dieser Ausbildungsberuf wurde zum August 2016 neu geordnet, entsprechend dem Wandel in der Arbeitswelt. Mit der Netz- und Medientechnik sind neue technische Aspekte in den Rahmenplan eingezogen. Der Bereich Elektrotechnik wurde erweitert und ist nun auch eigenständiges Prüfungsfach. Hintergrund ist, dass Fachkräfte für Veranstaltungstechnik auch als Elektrofachkräfte eingesetzt werden können.

Digitalisierung als Thema in allen Berufen

„Die Digitalisierung ist bereits in allen Ausbildungsberufen ein Thema“, sagt Torben Padur, Leiter des Arbeitsbereichs „Gewerblich-technische Berufe“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). „Dabei sprechen wir zum einen von Veränderungen bei den Tätigkeiten selbst, bedingt durch die fortschreitende Automatisierung von Produktionsprozessen oder etwa den Einsatz digitaler Medien wie zum Beispiel Tablets oder virtuellen Datenbrillen. Zum anderen wandelt sich die betriebliche Ausbildungsgestaltung. Zunehmend werden in Ausbildungen auch digitale Lernmittel eingesetzt. Dies betrifft nahezu alle Ausbildungsberufe, ist aber je nach Beruf und Betrieb unterschiedlich ausgeprägt.“

Das hängt nicht zuletzt von den Aufgaben ab. So haben etwa Mechatroniker per se mehr mit digitalen Prozessen zu tun als beispielsweise Köche oder Friseure. „Doch auch in den traditionell eher weniger digitalen Berufen hat sich schon einiges verändert“, ergänzt der Experte, der beim BIBB auch das Thema „Berufsbildung 4.0“ verantwortet. „So werden in einigen Betrieben unter anderem Tablets bei Kundenberatungen eingesetzt, um zum Beispiel beim Optiker zu zeigen, wie jemandem eine bestimmte Brille steht. Maler und Lackierer machen heute teils ihre Raumgestaltung mit digitalen Mitteln, indem sie beispielsweise in Simulationen Wandbeläge und Farben an die Wände projizieren.“

Mit dem digitalen Wandel mithalten

Der Einsatz digitaler Medien bringt Chancen, aber auch Herausforderungen mit sich. (mehr dazu auch im Interview "Ein Thema in sämtlichen Berufen") „Um mithalten zu können, sind neben einer großen Affinität zur Technik ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten erforderlich“, benennt Torben Padur die Anforderungen für Auszubildende. „Auch das Tempo der digitalen Veränderungen setzt Maßstäbe. Es gilt, sich in einer immer schneller wandelnden Arbeitswelt handlungsfähig bewegen zu können.“

Auf der zweiten Ebene macht sich die Digitalisierung durch innovative Lernmittel und -methoden bemerkbar. „Vor allem größere Unternehmen entwickeln eigene Web Based Trainings oder Lernvideos für ihre Auszubildenden, setzen gezielt Tablets und Smartphones mit Lern-Apps ein, um Inhalte zu vermitteln. Auch in den Berufsschulen ändert sich einiges in Sachen Ausstattung und digitales Lernen.“ Grundsätzlich sind angehende Auszubildende gut darauf vorbereitet. „Die meisten jungen Menschen sind mit digitalen Medien bestens vertraut.“ Zur Vorbereitung auf das Berufsleben hat Torben Padur einen Tipp: „Smartphones und Co. lassen sich hervorragend als Lernmittel nutzen, etwa indem man Erklärvideos auf YouTube schaut. Früher fragte man Bekannte, heute sucht man im Internet gezielt nach Lösungen. Dabei gilt es, diesen Effekt in einen beruflichen Zusammenhang zu bringen.“

Jungen Menschen, die bereits eine Ausbildung begonnen haben und sich parallel dazu weiterbilden möchten, empfiehlt der BIBB-Experte zudem, frühzeitig auch von bestehenden Weiterbildungsmöglichkeiten im eigenen Berufsbereich Gebrauch zu machen. „Lebenslanges Lernen ist gerade in Zeiten des digitalen Wandels wichtiger denn je. Doch bereits eine duale Berufsausbildung mit der Verbindung von Praxis und Theorie bringt einen weiter“, betont er. „Oft sind auch Betriebe, bei denen man es nicht unbedingt erwarten würde, gut digitalisiert und probieren früh neue Technologien aus. Hier eröffnen sich oft tolle Karrierewege.“

Hightech im Handwerk

Entsprechend optimistisch äußert man sich beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH): „Früher ging es mit Zollstock und Aufmaß auf die Baustelle – heute kommen Laser und Laptop zum Einsatz, dazu noch eine passende App. Die Digitalisierung ist im Handwerk angekommen, sei es bei der Steuerung von Präzisionsmaschinen, in den Geschäftsmodellen oder in den Arbeitsprozessen.“ Mehr als die Hälfte aller Betriebe setzt demnach Software-Lösungen ein, um betriebliche Abläufe zu steuern. Jeder vierte Handwerksbetrieb nutzt digitale Technologien wie beispielsweise 3-D-Drucker zur Herstellung von Produkten.

Der Umgang mit digitalen Technologien will jedoch gelernt sein. „Er muss bereits in den Schulen vermittelt werden und sich in der Aus- und Weiterbildung in den Betrieben fortsetzen, um beispielsweise an plattformgesteuerten Bauvorhaben teilnehmen oder das „Smart Home“ installieren und fernwarten zu können“, äußert sich der ZDH.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild.
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Das Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Ausbildungen suchen.
https://kursnet-finden.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Berufsbildung der Facharbeiter, Fachangestellten, Gesellen und Meister steht im Mittelpunkt der Forschungs- und Dienstleistungsarbeit des BIBB.
www.bibb.de

AusbildungPlus

Bundesweiter Überblick über Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation und duale Studiengänge
www.ausbildungplus.de

 

abi» Animation

Arbeitsplatz im Wandel der Digitalisierung

Die Arbeitswelt verändert sich derzeit so rasant und umfangreich wie nie zuvor. Im Rahmen von Industrie 4.0 nehmen die Datenvernetzung und der Informationsaustausch via Internet eine immer wichtigere Rolle ein. Arbeitsprozesse sind mit modernen Informationstechniksystemen verzahnt und werden dadurch effizienter. Auch die Berufsausbildungen unterliegen diesem Wandel. Die abi>> Animation zeigt dir an einigen Beispielen, wie das aussehen kann.

 

 

Fachinformatikerin – Systemintegration

Vom Computer bis in den Schaltschrank

Während ihrer Ausbildung zur Fachinformatikerin der Fachrichtung Systemintegration erlangt Nadine Schneider (20) zugleich die Qualifikation als Elektrofachkraft. Eine integrierte Weiterbildung bei der AUDI AG in Ingolstadt macht es möglich – und erweitert den Aufgabenbereich.

Die Automatisierung gehört in der Automobilherstellung längst zum Alltag und schreitet weiter voran – auch bei der AUDI AG. Mit komplexen computergesteuerten Produktionsanlagen werden hier Autos gebaut. „Ich lerne daher zum Beispiel die Programmiersprachen, um Softwareanwendungen zu optimieren und Störungen zu beheben“, erklärt Nadine Schneider. Das Programmieren gehört standardmäßig zur Ausbildung von Fachinformatikern. Doch bei Aufgaben oder Problemen innerhalb des Schaltschranks einer Anlage wäre für sie normalerweise Schluss – der von hier aus gesteuerte Laststromkreis mit hoher Spannung birgt Gefährdungen.

Um hier arbeiten zu dürfen, ist eine Qualifikation als Elektrofachkraft erforderlich. „Deshalb wird mir während meiner Ausbildung zugleich elektrotechnisches Fachwissen vermittelt“, erzählt die Auszubildende. „Ich lerne unter anderem, wie man übergeordnete Systeme mit der Anlagentechnik vernetzt, Kabel für Zuleitungen verlegt und Schaltschränke aufbaut. Nach dem Abschluss kann ich dann vielseitigere Aufgaben übernehmen und darf auch die VDE-Prüfung durchführen, mit der die Sicherheit elektrischer Anlagen getestet wird.“

450 Stunden Elektrotechnik als Plus

Ein Porträt-Foto von Nadine Schneider

Nadine Schneider

Foto: Stefan Sauer

Weil sie sich für IT und Elektrotechnik gleichermaßen interessierte, hatte das gekoppelte Angebot des Automobilherstellers ihr Interesse geweckt. „Mir war auch möglichst viel Praxisnähe wichtig. Darum habe ich mich nach dem Abitur für diese intensive Ausbildung entschieden statt für ein Studium.“ Nadine Schneider gehört zum ersten Abschlussjahrgang dieses Modells, bei dem Audi eine Vorreiterrolle einnimmt. Inzwischen hat sie das dritte und somit letzte Ausbildungsjahr erreicht. Die integrierte Weiterbildung zur Elektrofachkraft läuft parallel und beansprucht insgesamt zusätzlich 450 Stunden. Auf eine Verkürzung der Ausbildung, wie sie ansonsten bei guten Leistungen möglich ist, wird daher verzichtet.

Ihr erstes Ausbildungsjahr verbrachte Nadine Schneider im internen Audi Bildungszentrum, wo ihr die Grundlagen der Elektrotechnik vermittelt wurden. „Darüber hinaus hatten wir einen Metallgrundkurs und weitere Grundlagenkurse wie etwa Pneumatik.“ Seit Beginn des zweiten Ausbildungsjahres befindet sich die 20-Jährige in der betrieblichen Versetzung, hier geht es durch die verschiedenen Instandhaltungen der Abteilungen im Werk Ingolstadt. Drei Monate durfte sie außerdem bei Lamborghini im italienischen Sant’Agata Bolognese mitarbeiten. Dort hat sie unter anderem Apps für das neue Modell „Urus“ getestet.

Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung bieten sich ihr viele Möglichkeiten. „Schließlich stehen mir dann beide Wege offen – IT und Elektrotechnik. Ich möchte aber zunächst gern bei Audi bleiben, weil ich hier beides kombiniert anwenden und in vielen Bereichen der Fahrzeugproduktion arbeiten kann. Mir gefällt der Gedanke, moderne Technologien zu optimieren und dabei zur technischen Entwicklung von Fahrzeugen beizutragen.“

Umfassend qualifiziert

Die Doppelqualifikation macht Absolventen zu gefragten Fachkräften, bestätigt ihr Trainer Patrick Schäffer. „Der Grad der Automatisierung steigt in der Produktion und Instandhaltung stetig“, betont er. „Wir brauchen daher Leute, die eine sehr hohe Affinität zur IT haben und zugleich für Arbeiten an elektrischen Anlagen als ‚Befähigte Person‘ gemäß der DIN VDE 1000-10 eingesetzt werden können. Die Voraussetzung dafür ist eine Weiterbildung zur Elektrofachkraft. Entsprechende Auszubildende können ihre Karriere nach einem erfolgreichen Abschluss bei uns im Unternehmen in spannenden Einsatzgebieten fortsetzen.“

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Mechatronikerin

So kann ein Arbeitstag aussehen

Annalena Schiller gibt einen kleinen Einblick in ihre Ausbildung zur Mechatronikerin bei der Robert Bosch GmbH in Bamberg. Ein Tag kann dabei zum Beispiel so aussehen:

7 Uhr

Morgenbesprechung mit den Ausbildern: Annalena Schiller erfährt, wie der Tag ablaufen wird und hat Gelegenheit, Fragen zu stellen.

7.30 Uhr

In der Ausbildungswerkstatt kümmert sich Annalena Schiller um den Girls‘Day, der im kommenden Jahr ansteht. Sie macht sich Gedanken zum Konzept, überlegt, welche Stationen es für die interessierten Besucherinnen geben könnte. Sie schließt sich mit dem internen Frauen-Netzwerk kurz, um deren Stand am Aktionstag zu besprechen.

10.30 Uhr

Es bleibt etwas Zeit zum Lernen. Per Web Based Training absolviert die Auszubildende an ihrem Tablet einen „Grafcet“-Lehrgang im Bereich Automatisierungstechnik.

11.40 Uhr

Zusammen mit befreundeten Kolleginnen geht es zum Mittagessen in die Kantine.

12.20 Uhr

Bei einer Besprechung mit dem Ausbildungsleiter und dem Ausbilder geht es noch einmal um den Girls‘Day. Die Auszubildende präsentiert ihre Ideen und vertieft sich weiter ins Projektmanagement.

13.30 Uhr

Ein Kollege hat einen Auftrag erhalten: 500 Bleche, sogenannte Magazine, müssen entgratet werden. Jetzt heißt es anpacken. Die Auszubildenden greifen zu den Feilen und bringen die Bleche in Form.

15 Uhr

Feierabend für heute – die Auszubildende räumt ihren Arbeitsplatz auf und ist schon gespannt auf das, was der kommende Tag bringen wird.

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Mechatronikerin

Ausbildung mit „digitalem Schulranzen“

Annalena Schiller (19) erlernt bei der Robert Bosch GmbH in Bamberg den Beruf der Mechatronikerin. Innovative Methoden und Lernmittel sind dabei Alltag.

Im Bosch-Werk in Bamberg werden vor allem Komponenten für die Automobiltechnik wie zum Beispiel Benzin- und Dieseleinspritzsysteme hergestellt. Die Digitalisierung spielt in der Fertigung eine zentrale Rolle. „Wir konfigurieren Roboter, rüsten Maschinen mit Industrie 4.0-Technik auf und programmieren Apps“, erklärt Annalena Schiller. Auf Aufgaben wie diese wird sie während ihrer Ausbildung zur Mechatronikerin vorbereitet. Auch beim Lernen spielen digitale Helfer eine große Rolle. „Wir haben alle einen Tablet-PC bekommen. Darauf können wir unsere kompletten Lehrgänge wie zum Beispiel Elektrotechnik oder Pneumatik abrufen und uns untereinander vernetzen und austauschen.“

Ein Porträt-Foto von Annalena Schiller

Annalena Schiller mit Ausbilder

Foto: Firma Robert Bosch GmbH

Ihr Ausbilder Johannes Pfister ist von den Vorteilen der digitalen Lernmethoden überzeugt: „Mit diesem ‚digitalen Schulranzen‘ und den Web Based Trainings lässt sich die Lerngeschwindigkeit anpassen. Verschiedene Lerntypen werden dadurch besser berücksichtigt. Die Auszubildenden können an einem Themengebiet länger arbeiten oder auch schneller zum nächsten übergehen, je nachdem, wie sie damit zurechtkommen.“ Zusätzlichen Anforderungen müssen sich die Auszubildenden dabei nicht stellen. „Eine gewisse Affinität zur IT wird von Bewerberinnen und Bewerbern erwartet. Alles Weitere lernen sie dann bei uns.“

Web Based Trainings und Girls’Day

Die Auszubildenden können virtuell zusammenarbeiten und ihrem Ausbilder, der immer mehr als Coach agiert, gezielt Fragen stellen. „Da Web Based Trainings gerade zu Beginn meiner Ausbildung in Bamberg ein Thema wurden, konnte ich ein solches Training mitentwickeln“, sagt Annalena Schiller.

Inzwischen ist sie im zweiten von insgesamt dreieinhalb Lehrjahren und wird gerade mit dem Projektmanagement vertraut gemacht. Ihr aktuelles Projekt: Den Girls‘Day planen und organisieren. An diesem Mädchen-Zukunftstag laden Unternehmen bundesweit Schülerinnen ab der fünften Klasse dazu ein, Berufe in Handwerk, Technik, IT und Naturwissenschaften kennenzulernen. Die Auszubildende ist außerdem bei Besuchen an Schulen dabei, wenn Ausbilder-Teams von Bosch mit speziellen Modulen den Unterricht gestalten – eine Aktion, für die das Unternehmen mit dem Preis der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland ausgezeichnet wurde. „Wir zeigen zum Beispiel im Werkunterricht, wie man lötet oder im Modul ‚Ausbildung erleben‘, wie man kleine Roboter per App programmiert“, berichtet sie. Auch digitale Medien bringen die Teams mit in die Schule. „Wir haben zum Beispiel eine Virtual-Reality-Tour im Angebot. Dabei können wir das Ausbildungszentrum aus Bamberg über eine 360-Grad-Brille in den Klassenraum mitnehmen.“

Von der Lehrwerkstatt in die Produktion

Die ersten beiden Jahre verbringt Annalena Schiller in der Lehrwerkstatt im Ausbildungszentrum von Bosch. Für die verbleibenden anderthalb Jahre geht es dann in die „echte“ Produktion im Werk. In welche Werkstatt sie kommen wird, ist noch offen – die Auszubildenden werden nach ihren Stärken und nach persönlichen Neigungen eingesetzt, besonders in Bereichen wie IT, Elektronik oder Mechanik. „Zuvor – nach der Zwischenprüfung – haben wir die Möglichkeit, für zwei Monate ins Ausland zu gehen, zum Beispiel an einen der Bosch-Standorte in Indien, Vietnam oder Italien.“

Im Wechsel mit der Praxis besucht die 19-Jährige jeweils einwöchige Blöcke an der Berufsschule, mit Fächern wie Logistik und technische Kommunikation, Automatisierungstechnik oder Mechatronik. Hier tut sich einiges, wie Johannes Pfister berichtet: „Wir tauschen uns derzeit darüber aus, wie sich gemeinsame Plattformen gestalten lassen, damit die Digitalisierung auch im Unterricht noch stärker Einzug hält.“ Pläne für die Zeit nach dem Abschluss hat Annalena Schiller bereits. „Ich möchte auf jeden Fall noch studieren“, sagt sie. „Wir können hier auch ein duales Studium aufnehmen und so weiterhin im Betrieb bleiben. Diese Möglichkeit möchte ich gern nutzen.“

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Fachinformatikerin – Systemintegration

So kann ein Arbeitstag aussehen

Eine Ausbildung zur Fachinformatikerin der Fachrichtung Systemintegration plus Weiterbildung zur Elektrofachkraft – Nadine Schneiders Alltag bei der AUDI AG ist abwechslungsreich und sieht zum Beispiel so aus:

6 Uhr

Für Nadine Schneider beginnt die Frühschicht in der Lernstation der Abteilung Instandhaltung des Karosseriebaus im Werk Ingolstadt mit einer morgendlichen Besprechung. Gemeinsam mit ihrem Betreuer geht die Auszubildende die heute anstehenden Aufgaben durch und steckt sich Ziele, die sie bis Schichtende erreichen will.

7 Uhr

Los geht es dann mit sogenannten Rüsttätigkeiten: Die 20-Jährige besorgt und ordnet ihre Arbeitsmaterialien. Dann baut sie ein Test-Rack auf, das eine Produktionsanlage simuliert.

8 Uhr

Pause

8.15 Uhr

Nadine Schneider arbeitet selbstständig an ihrer Aufgabe: Sie integriert einen RFID-Kommunikator in das Test-Rack, mit dem später bestimmte Daten aus der Anlage ausgelesen werden können. Insgesamt sind die Azubis damit zwei bis drei Tage beschäftigt.

10 Uhr

Pause

10.30 Uhr

In einer Produktionsanlage im Karosseriebau wird eine Störung gemeldet. Die angehende Fachinformatikerin begleitet ihre Kollegen zur Anlage und hilft ihnen dabei, die Störung schnellstmöglich zu beseitigen.

11.30 Uhr

Nadine Schneider bespricht mit ihrem Betreuer, wie es zu der Störung kommen konnte und welche Schritte zur Lösung führten. Dabei schauen sich die beiden die Programmierung des betroffenen Systems genau an und analysieren die Fehlerquelle.

12.30 Uhr

Mittagspause

12.45 Uhr

Nadine Schneider arbeitet weiter am Test-Rack.

13.30 Uhr

Die „Abrüstung“, also das Aufräumen, steht auf dem Programm.

14 Uhr

Feierabend

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Produktionstechnologe

Produktionsprozesse umfassend betreuen

Manuel Roß (21) absolviert bei der Kaeser Kompressoren SE eine Ausbildung zum Produktionstechnologen – und wird dabei auch in die neu entstehende „Smart Factory“ eingeführt.

Das Unternehmen produziert an mehreren Standorten Komponenten für die Drucklufterzeugung, wie Kompressoren, Gebläse und Steuerungselemente. Dass am Ende die Qualität stimmt und die Produkte zum Kunden finden, dazu tragen viele Abteilungen bei: das technische Büro und die Arbeitsvorbereitung, Montage und Lager, Einkauf und Verkauf. „Alle Abteilungen sind untereinander vernetzt“, sagt Manuel Roß. „Datenübertragung und Kommunikation müssen stimmen, damit die Prozesse reibungslos ablaufen.“ Auf die Aufgabe, dazu beizutragen, wird er während seiner Ausbildung zum Produktionstechnologen umfassend vorbereitet. „Dabei bin ich immer nah am Produkt und zugleich ein Bindeglied zwischen den Abteilungen.“

In der virtuellen Fabrik

Ein Porträt-Foto von Manuel Roß

Manuel Roß

Foto: Kaeser Kompressoren SE

Der 21-Jährige sammelt Informationen und wertet sie aus, gleicht Prozessdaten mit anderen Abteilungen ab. „Zu meinen Aufgaben gehört es, Stücklisten auf dem aktuellen Stand zu halten, Arbeitspläne zu erstellen oder analoges Datenmaterial zu digitalisieren“, nennt Manuel Roß einige Beispiele. Er arbeitet vor allem am PC oder Laptop, wendet dabei Methoden wie die Smart-Analyse an oder das sogenannte Ishikawa-Diagramm, mit dem sich Ursachen und Wirkungen grafisch darstellen lassen. Vernetztes Denken, alle Prozesse und Abteilungen im Zusammenhang sehen zu können, ist eine Grundvoraussetzung. „Man sollte aber auch ein offener Typ sein und darf sich nicht hinter dem Monitor verstecken“, ergänzt der Auszubildende. „Denn genauso wichtig ist die Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen. Es kann zum Beispiel in der Arbeitsvorbereitung erforderlich sein, Rückfragen an die Monteure zu stellen. Oder sich bei Neuerungen am Produkt mit den Ingenieuren kurzzuschließen.“

Eine tägliche Herausforderung liegt darin, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. An diesem Umsetzungsprozess kann der angehende Produktionstechnologe mitwirken. Gerade werden bei Kaeser neue Produktionshallen gebaut und dabei eine „Smart Factory“, eine virtuelle Fabrik, eingeführt. „Konkret werden zum Beispiel an einzelnen Arbeitsplätzen Bildschirme installiert, an denen die Arbeiter in Echtzeit nachvollziehen können, welche Teile sie montieren müssen“, erklärt Manuel Roß. Auch in diese Entwicklung ist er involviert. Inzwischen im dritten Ausbildungsjahr, kann er bereits entsprechend vielseitige Aufgaben übernehmen. „Los ging es im ersten Jahr in der Lehrwerkstatt“, erinnert er sich. „Dort wurden zunächst die Grundkenntnisse in Metallbearbeitung und Elektrotechnik vermittelt. Anschließend habe ich dann die verschiedenen Abteilungen kennengelernt.“ Die praktische Ausbildung ergänzt der Unterricht in der Berufsschule, jeweils in Blöcken von zwei oder drei Wochen. „Hier haben wir keine klassischen Fächer, sondern die Themen sind in Lernfelder eingeteilt. Wir beschäftigen uns dabei mit Prozessen und lernen verschiedene Methoden kennen, um sie zu analysieren oder zu optimieren.“

Schnittstelle im Betrieb

Manuel Roß besuchte ein berufliches Gymnasium und legte dort die allgemeine Hochschulreife ab, dabei setzte er einen Schwerpunkt in Informatik. Als er anschließend nach Berufen in dem Bereich schaute, fiel ihm diese noch recht neue Ausbildung auf: „Sie hat mir gleich gut gefallen, weil sie so viele Bereiche umfasst.“ Nach dem Abschluss möchte er möglichst im Unternehmen bleiben und sich berufsbegleitend weiterbilden. „Ich könnte mir vorstellen, noch den Abschluss als Fachwirt, Techniker oder Betriebswirt zu machen“, sagt er.

Als Produktionstechnologe ist er vielseitig einsetzbar, wie Ralf Beetz, Ausbildungsberufsverantwortlicher für die Produktionstechnologen bei Kaeser, erläutert. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit diesem Abschluss können in allen Bereichen eingesetzt werden, also etwa in der Arbeitsvorbereitung, Produktionslogistik, Planung, im Service, der Qualitätssicherung – sogar in der Personalentwicklung.“ Auch für den Betrieb ist dieser Ausbildungsberuf von besonderer Bedeutung. „Es wird alles zunehmend digitaler und Informationen müssen an entsprechenden Stellen weitergegeben werden. Hier bildet der Produktionstechnologe eine wesentliche Schnittstelle.“

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Produktionstechnologe

So kann ein Arbeitstag aussehen

Produktionstechnologen übernehmen vielseitige Aufgaben in unterschiedlichen Abteilungen. So sieht für Manuel Roß ein Tag der betrieblichen Ausbildung zum Beispiel in der Arbeitsvorbereitung aus:

7 Uhr

Manuel Roß kümmert sich um die Materialstammpflege und sorgt dafür, dass Materialien für andere Operationen bereitstehen. Er legt hierzu verschiedene Auswahlkriterien im System fest. Diese Daten sind zum Beispiel wichtig für angrenzende Abteilungen wie den operativen Einkauf, damit Bestellungen zum Lieferanten erzeugt werden können.

9 Uhr

Pause

9.15 Uhr

Nun steht die Stücklistenpflege mit hausinterner Software an. Bei Änderungen an Maschinen und Anlagen, etwa wenn neue Materialien verbaut werden, müssen die entsprechenden Stücklisten angepasst werden. Der Auszubildende kümmert sich darum, damit alles auf dem aktuellen Stand ist, um einen reibungslosen Datenaustausch zu erhalten.

10 Uhr

Bei den Stücklisten ist eine Unklarheit aufgetaucht. Manuel Roß begibt sich zur entsprechenden Anlage, um bei den Monteuren nachzufragen. Zurück am Platz leitet er weitere Schritte ein. Er erstellt hierzu eine Änderungsanforderung und verteilt diese an entsprechende Abteilungen zur Stellungnahme.

10.30 Uhr

Auf der Grundlage von technischen Zeichnungen sollen Arbeitspläne erstellt werden. Der Auszubildende bearbeitet verschiedene Baugruppen und einzelne Materialien, damit diese später in der gesamten Anlage eingebaut werden können. Auch dies erfolgt am Computer mithilfe von technischen Zeichnungen und sogenannten CAD-Modellen.

12 Uhr

Zur Mittagspause geht es ins hauseigene Betriebsrestaurant.

12.40 Uhr

Verschiedene Projektarbeiten stehen an. Heute kümmert sich Manuel Roß um die Archivierung der Auftragsbestätigungen, damit diese digitalisiert und somit Prozesse beschleunigt werden können.

15 Uhr

Weil seine Arbeitstage recht früh beginnen, ist nun Feierabend und der Auszubildende kann noch für die Berufsschule lernen. Auch packt er seine Sachen für den Betriebssport am nächsten Tag – ein Angebot, das Auszubildende zwei Mal pro Woche während der Arbeitszeit nutzen können.

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Digitalisierung in der Berufsbildung – Interview

„Ein Thema in sämtlichen Berufen“

Wie wird die berufliche Bildung in Zukunft aussehen? Was hat sich durch die Digitalisierung bereits verändert und wo besteht noch Nachholbedarf? Diese und weitere Fragen beantwortet Torben Padur, Leiter des Arbeitsbereichs „Gewerblich-technische Berufe“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

abi>> Herr Padur, wie ist der aktuelle Stand der Digitalisierung bei den Ausbildungsberufen?

Torben Padur: Alle Ausbildungsberufe sind vom digitalen Wandel betroffen. Es gibt allerdings Berufe mit einer größeren Nähe zur Industrie 4.0 – etwa den Mechatroniker oder Fachinformatiker – und solche, die etwas weiter weg sind, weil die Digitalisierung bei den Aufgaben eine weniger große Rolle spielt. Einige Berufe wiederum sind schon weitaus stärker digitalisiert, als manche vermuten würden.

abi>> Welche Berufe meinen Sie zum Beispiel?

Ein Porträt-Foto von Torben Padur

Torben Padur

Foto: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Torben Padur: Etwa den Landwirt. Das Cockpit einer modernen Erntemaschine erinnert heute eher an einen Airbus als an einen nostalgischen Traktor. Noch mehr damit zu tun haben die Land- und Baumaschinenmechatroniker, die solche Maschinen warten und instand setzen und dabei mit komplexen Steuerungs- oder Diagnosesystemen umgehen müssen. Ein weiteres Beispiel wären Berufe im Gesundheitswesen wie der Orthopädietechnik-Mechaniker. Hier wandeln sich die Inhalte stark. So werden zum Beispiel 3-D-Scans angefertigt, um Prothesen oder Orthesen kundengerecht herstellen zu können. Bei Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die entsprechende Installationen im Einfamilienhaus machen, ist das Thema „Smart Home“ zunehmend von Bedeutung. Auch im Handwerk haben wir bereits hochdigitalisierte Berufe.

abi>> Inwieweit unterscheiden sich die Ausbildungsbetriebe bei der Digitalisierung?

Torben Padur: Bei der betrieblichen Entwicklung verzeichnen wir eine große „Ungleichzeitigkeit“. Einige Unternehmen sind regelrechte Vorreiter in Sachen Industrie 4.0, andere bewegen sich eher noch an der 3.0-Schwelle. Beides lassen Ausbildungsordnungen durch technikoffene Formulierungen zu. So sind Betriebe zum Beispiel nicht in der Breite der Berufe dazu verpflichtet, Arbeitsmittel wie Tablets einzusetzen.

abi>> Hier sehen Sie also noch Nachholbedarf?

Torben Padur: Ein Teil der Betriebe hat die Chancen durch Digitalisierung bereits erkannt und entsprechende Maßnahmen im Bereich der Wertschöpfung und Arbeitsorganisation getroffen. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Betrieben, die sich noch auf dem Weg zu einem vernetzten Unternehmen befinden. Unser Ziel ist es daher, auch kleinere Betriebe in abgelegenen Regionen zu erreichen.

abi>> Vermutlich sieht es auch bei den Ausbildungsverantwortlichen unterschiedlich aus?

Torben Padur: Das ist richtig. Dies gilt für das Bildungspersonal an allen Lernorten, also im Betrieb, in der Berufsschule und an anderen überbetrieblichen Lernorten. Auch hier sind einige weit voraus mit der Umsetzung der Digitalisierung – genauso gibt es diejenigen, die an bewährten Ausbildungsmodellen festhalten möchten. Hier sehen wir eine zentrale Aufgabe für unser Institut. In einer breiten Qualifizierung des Bildungspersonals möchten wir für das Thema sensibilisieren und entsprechende Angebote zur Qualifizierung, wie eine Zusatzqualifikation für Ausbilder, entwickeln. Einige Berufsschulen sind schon bestens aufgestellt, und in vielen Bundesländern gibt es Förderinitiativen für die Berufsschule 4.0. So wurden etwa in Baden-Württemberg ausgewählte Bildungseinrichtungen zu „Lernfabriken 4.0“ umgestellt.

abi>> Wie wird die berufliche Bildung in Zukunft aussehen?

Torben Padur: Genau lässt sich das natürlich nicht vorhersagen, aber wir wissen, dass die digitale Entwicklung unheimlich schnell voranschreitet. Es kommt dabei zu Verschiebungen bei einigen Ausbildungsberufen, so benötigen etwa Mechatroniker immer mehr IT-Kompetenzen, um eine Maschine instand setzen zu können. Es stellt sich die Frage nach neuen Berufsbildern. Bisher sind wir aber noch gut aufgestellt und es gilt, die vorhandenen Berufe für die Digitalisierung fit zu machen. Doch es gibt auch bereits komplett neue duale Ausbildungsberufe. So wurde 2008 der Beruf des Produktionstechnologen neu geschaffen, um den immer komplexeren und digitalisierten Produktionsabläufen gerecht zu werden (Erfahre mehr über diese Ausbildung in „Produktionsprozesse umfassend betreuen“). Speziell für den Online-Handel gibt es ab 2018 den neuen Beruf „Kaufmann/-frau für E-Commerce“. Man darf also auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein.


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Stand: 17.11.2018