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juwi AG: Einstieg und Karriere

Zwei Arten von Karriere

Die juwi-Gruppe baut an. Sie schafft Platz für neue Arbeitsplätze, denn ungeachtet der Krise will der Projektentwickler für erneuerbare Energien in diesem Jahr weltweit 250 neue Mitarbeiter einstellen.

Ein riesiges Feld an Solarzellenanlagen.

Bis 2011 will juwi weltweit über 1.000 Menschen beschäftigen.

Foto: juwi AG

Der erst im vergangenen Jahr bezogene neue Firmensitz im rheinland-pfälzischen Wörrstadt ist mit über 300 juwi-Mitarbeitern bereits voll ausgelastet. Die Bagger haben für den Erweiterungsbau ihre Arbeit schon aufgenommen. Der neue Gebäudekomplex soll mehr als 100 neuen Mitarbeitern ein Dach über dem Schreibtisch bieten. Zwei weitere Gebäudeteile sind bereits in Planung und zusammen für über 200 Beschäftigte konzipiert. In wenigen Jahren werden den Planungen zufolge mehr als 600 Juwianer allein in Wörrstadt arbeiten können. Weltweit möchte das Unternehmen im Jahr 2011 etwa 1.000 Menschen beschäftigen. Die meisten von ihnen werden Hochschulabsolventen sein. Eine Ausbildung machen aktuell nur drei junge Leute bei dem Unternehmen.

„Was juwi macht, erfordert in der Regel eine hohe Qualifikation, so dass Hochschulabsolventen für uns entscheidend sind", sagt Pressesprecher Ralf Heidenreich. Und Personalchef Christoph Breuer umreißt, mit welchen Schwerpunkten das Unternehmen in absehbarer Zeit Akademiker suchen wird: „Elektro- und Bauingenieure, Projektmanager und -finanzierer, aber auch Bewerber aus kaufmännischen Berufen. Sie alle sollten eine Affinität zu erneuerbaren Energien haben, etwas internationale Erfahrung mitbringen und mindestens eine Fremdsprache verhandlungssicher beherrschen."

Kontakte knüpfen auf Messen

Wer sich für einen Einstieg bei juwi interessiert und mit Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen möchte, hat dazu unter anderem bei Messen Gelegenheit. „Wir sind auf allen renommierten Messen zu erneuerbaren Energien mit zwei Human Resources-Mitarbeitern vertreten - mit einer Person aus dem jeweiligen Staat und einer aus der Holding in Deutschland", sagt Christoph Breuer. Die Termine sind auf der Unternehmens-Homepage zu finden. Dort schreibt juwi zudem freie Stellen aus, außerdem nutzt der Projektentwickler verschiedene Internet-Jobbörsen. Unter den Stellenangeboten auf der Firmen-Homepage gibt es eine Rubrik mit Jobangeboten für Studierende. Ein Praktikum oder eine Aushilfstätigkeit kann ein Weg zur Abschlussarbeit bei juwi sein. Ein anderer wäre eine (Initiativ-)Bewerbung. Generell sind Bewerbungen per Post und per E-Mail willkommen.

Der Weg zum Job führt dann über das Vorstellungsgespräch mit einem kleinen Test. „Akademiker fertigen eine kurze Präsentation an und erklären in ihrem Vorstellungsgespräch strategisch-technische Vorgehensweisen", verrät der Personalchef. Zudem seien gefragt - neben den speziellen Anforderungen der jeweiligen Stelle - eine Begeisterung für erneuerbare Energien und das 100-Prozent-Konzept, eine offene Art, Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Flexibilität und die Motivation, Sprachen zu lernen.

Können Bewerber überzeugen, steigen sie direkt ein. Ein Trainee-Programm, bei dem Neueinsteiger erst einmal verschiedene Abteilungen durchlaufen, gibt es bei dem Projektentwickler für erneuerbare Energien nicht. Stattdessen belegen alle neuen Mitarbeiter während ihrer Probezeit Kurse an der „juwi Academy", einer internen Aus- und Weiterbildungseinrichtung. Ein Einführungskurs in das Unternehmen und die Branche sowie Grundlagenkurse zu Solar-, Wind- und Bioenergie und im Projektmanagement sind für alle verbindlich. Je nach Einsatzbereich werden sie durch verschiedene Vertiefungskurse ergänzt. Ein Praxistag und ein Abschlusstest runden die interne Ausbildung ab. „Die juwi Academy ist keine Erholungseinrichtung, hat aber auch keine Durchfallquote von 50 Prozent", umreißt Pressesprecher Ralf Heidenreich scherzhaft das Anforderungsniveau.

Angesprochen auf Karrierechancen verweist er auf eine Besonderheit des jungen Unternehmens: „Neben die klassische Karriere im Sinne von hierarchischem Aufstieg haben wir die ‚Expertenkarriere' gestellt. Das heißt, dass Mitarbeiter zum Beispiel in ihrer aktuellen Funktion bleiben, aber mehr Geld bekommen können, wenn sie dort sehr gut sind. Wir brauchen schließlich nicht nur Leute, die führen und delegieren, sondern vor allem auch Fachleute in der täglichen Arbeit. Und es gibt Menschen, die fachlich exzellent sind und weder Interesse noch Ambitionen haben, andere zu führen."

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