Kundendaten im Blick
Wer hat was wann gekauft? Und wie war nochmal die Adresse des Kunden X? Die CAS Software AG aus Karlsruhe erstellt Software, die dabei hilft, alles rund um die Kunden eines Unternehmens sinnvoll zu organisieren.
In den drei firmeneigenen Gebäuden im Technologiepark Karlsruhe entwickeln und vermarkten über 110 Mitarbeiter innovative CRM- und Intranetlösungen fuer den Mittelstand.
Foto: CAS Software AG
Die 190 Mitarbeiter von CAS – inklusive der Tochterunternehmen sind es 330 Beschäftigte – entwickeln spezielle Software für kleine und mittelständische Unternehmen. Mit den Technologielösungen aus Baden-Württemberg können die Firmen zum Beispiel unternehmensweit Adressen verwalten, Termine organisieren, Akten mit Ansprechpartnern, Rechnungen und weiteren Details des Kunden anlegen. Kundenbeziehungsmanagement – oder auf Englisch Customer Relationship Management (CRM) – nennt man diese starke Fokussierung auf den Kunden. Eine CRM-Software hilft dabei, alle Prozesse rund um eine Kundenbeziehung sinnvoll zu organisieren.
Neben mittelständischen Unternehmen nutzen auch Schulen, Hochschulen und Universitäten die Software, um zum Beispiel Stundenpläne und Vorlesungsverzeichnisse zu erstellen, um den Austausch zwischen Schülern, Lehrern und Eltern zu erleichtern oder Prüfungsleistungen abzuspeichern. CAS Software ist deshalb in drei Geschäftsbereiche unterteilt: Ein Bereich betreut die mittelständischen Unternehmen, ein weiterer die Schulen, Hochschulen und andere spezielle Kunden, und ein dritter arbeitet ausschließlich für Großkunden wie Airbus oder Daimler. Der Automobilhersteller aus Stuttgart gehört zu den ersten Kunden, die die IT-Experten bei ihrer Gründung im Jahr 1986 mit CRM-Software beliefert haben. Heute nutzen rund 150.000 Menschen weltweit eines der zahlreichen CAS-Produkte.
Offen und innovativ
Viel Glas, helle Räume, eine offene Architektur: Der Sitz der CAS Software AG im Technologiepark Karlsruhe spiegelt die Firmenkultur des Unternehmens wider: „Wir legen viel Wert auf Offenheit, Transparenz und Vertrauen“, betont Frank Widmayer, Vorstand für Personal, Organisation und Finanzen. Nicht umsonst wurde der Softwarehersteller 2009 beim Unternehmensvergleich „Top 100“ zum Arbeitgeber des Jahres gewählt.
Aber weil die Softwarebranche ein sehr schnelllebiger Bereich ist, müssen auch die Karlsruher immer wieder neue Produkte entwickeln oder bestehende Software anpassen. Über ein Viertel des Jahresumsatzes von derzeit 33 Millionen Euro steckt das Unternehmen jährlich in neue, innovative Produkte. Dabei arbeitet das Unternehmen auch eng mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen und ist in internationalen Forschungsprojekten aktiv. „Geforscht wird in jedem unserer drei Geschäftsbereiche“, erklärt der Vorstand. „Denn unsere Neuerungen sollen nicht im stillen Kämmerlein erfunden werden, sondern von denen, die sich täglich mit Kundenwünschen beschäftigen.“ Zur Unterstützung der Entwickler in Karlsruhe gibt es eine Tochtergesellschaft in Ungarn.
Technologie und Beratung
International hat CAS Vertriebspartner in 24 Ländern, vorrangig in Europa. Diese passen die Software in Sprache und inhaltlichen Details an das jeweilige Land an und verkaufen sie an die dort ansässigen Unternehmen. „Unser Schwerpunkt liegt zwar auf den Technologien, aber gleichzeitig bieten wir auch Beratung an“, erläutert der Personalvorstand. „Denn die beste Software zur Verbesserung von Kundenbeziehungen nützt nichts, wenn die Anwender nicht den Kunden in den Mittelpunkt stellen.“ Deshalb können sich die CAS-Mitarbeiter auch zu CRM-Beratern ausbilden lassen, um ihren Kunden die Bedeutung von Kundenbeziehungsmanagement näher zu bringen.
Für die Zukunft haben die IT-Experten noch viele Pläne. „Bis zum Jahr 2011 wollen wir europäischer Marktführer im Kundenmanagement für den Mittelstand werden“, sagt Frank Widmayer. Dazu braucht die Firma immer wieder auch neue Leute, die frischen Wind ins Unternehmen bringen. Das hält die Mannschaft jung: Das Durchschnittsalter der Software-Experten liegt bei gerade einmal 34 Jahren. Und wenn das Unternehmen so schnell weiterwächst wie bisher, wird das Team auch weiterhin so jung bleiben.





