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Rubrik Lehrer und Eltern


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Studien- und Ausbildungswege

Natur- oder sozialwissenschaftlich?

Wegen eines hohen Bewerberandrangs auf die wenigen Studienplätze in Psychologie ist der Zugang nicht einfach. Interessenten sollten sich deshalb auf jeden Fall auch Gedanken über Alternativen zu einem Psychologie-Studium machen. Wer allerdings ein sehr gutes Abi oder genügend Wartesemester vorweisen kann, hat die Wahl zwischen fast 70 Bachelor- und 6 Diplom-Studiengängen in diesem Bereich.

Ein voller Hörsaal. Blick von hinten über die Hinterköpfe der Studenten nach vorne.

Vorsichtshalber über eine Alternative nachdenken. Die Hürden zum Psychologiestudium sind hoch.

Foto: Jardner

Dabei gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Schwerpunkten: Einige Hochschulen legen ihren Schwerpunkt auf naturwissenschaftliche Fragen, andere haben einen sozialwissenschaftlichen Fokus. Neben dem „klassischen" Psychologie-Studiengang gibt es auch kombinierte Studiengänge wie Gesundheitspsychologie, Wirtschaftspsychologie und Pädagogische Psychologie.  Aus diesem Grund ist es wichtig, sich schon frühzeitig über die einzelnen Angebote zu informieren und sich auch schon rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, in welchem Bereich man arbeiten möchte und welche Schwerpunktsetzung dafür sinnvoll oder sogar Pflicht ist.

Im Grund- beziehungsweise im Bachelorstudium lernt man zunächst die Grundlagen des Fachs, zum Beispiel Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie und Methodenlehre. Im Hauptstudium beziehungsweise im Masterstudium können sich die Studierenden dann spezialisieren, beispielsweise auf Klinische Psychologie, Arbeits-, Organisations- und Betriebspsychologie, Pädagogische Psychologie oder Neuropsychologie.

Psychologie ist ein „Frauenfach": Rund 70 Prozent der Absolventen sind weiblich. Wer nach seinem Abschluss als Psychotherapeut arbeiten will, muss nach dem Studium eine mindestens dreijährige psychotherapeutische Vollzeit-Ausbildung - oder fünf Jahre in Teilzeit - an staatlich anerkannten Ausbildungsstätten absolvieren. Die Kosten dafür liegen, je nach Anbieter, zwischen 15.000 und 40.000 Euro. Ein Teil der Gebühren kann durch Einnahmen aus den Behandlungen während der praktischen Ausbildung gedeckt werden, eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ist die Aufnahme eines Kredits. Laut der Bundespsychotherapeutenkammer arbeiten rund 18.500 Psychotherapeuten in Deutschland in einer eigenen Praxis.

Angebote zur Weiterbildung zum Psychotherapeuten -auch in Bereichen der Gesundheitspsychologie, Mediation, Rechts- oder Schulpsychologie - gibt es zum Beispiel bei der Deutschen Psychologen Akademie des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Fakt ist: Lebenslanges Lernen gehört für Psychologen zum Berufsalltag.

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