"Künftig mehr Spezialisierungen"
abi>> sprach mit Fredi Lang, Referent beim Bundesverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (bdp).
Arbeitsplatz Klinik: Psychologen finden hier sehr häufig einen Job.
Foto: Jardner
abi>>: Wo haben Psychologen die besten Einstiegsmöglichkeiten?
Fredi Lang: Nach wie vor ist der klinische Bereich ein Schwerpunkt, wobei dort vielfach Weiterbildungen, zum Beispiel zum Psychotherapeuten, notwendig sind. Auch die Wirtschaftspsychologie bietet viele Chancen für den Berufseinstieg. Die Aufgaben überschneiden sich häufig mit gesundheitspsychologischen Fragestellungen. Darüber hinaus sucht der Bereich Bildung - auch über die Schulpsychologie hinaus - ebenfalls Nachwuchskräfte. Bildung und Gesundheit sind die zwei Bereiche, die sicherlich in den nächsten Jahren wachsen werden.
abi>>: Welche Trends gibt es im Studium?
Fredi Lang: Die Arbeitsfelder für Psychologen werden immer vielfältiger. Dies drückt sich in einer zunehmenden Spezialisierung innerhalb des Studiums aus. Es wird in Zukunft in den Master-Studiengängen viel mehr Spezialisierungsmöglichkeiten geben. Was man sich bisher in Weiterbildungen aneignen musste, wird künftig häufiger bereits schon an der Universität angeboten. Bevor man sich allerdings zu stark spezialisiert, sollte man sich sicher sein, dass man in genau diesem Feld arbeiten will. Ansonsten schränkt man seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu stark ein. Prinzipiell sollte man sich deshalb auf jeden Fall breit aufstellen und sich gleichzeitig auf ein bestimmtes Interessensgebiet fokussieren.
abi>>: Welche Anforderungen muss ein Psychologe erfüllen?
Fredi Lang: Je nach Einsatzbereich benötigt man verschiedene Schwerpunkte und Spezialisierungen. Darüber hinaus sollten Absolventen eine hohe Sozialkompetenz mitbringen - das setzen Arbeitgeber bei Psychologen allein durch deren Ausbildung als selbstverständlich voraus.


