Berufsziel: Lehrer
Wie die Ausbildung für Lehrer aussieht, entscheiden die einzelnen Bundesländer selbst. Dadurch gibt es viele Unterschiede.
Aus der Uni direkt ins Klassenzimmer: Nach dem Master folgt das Referendariat.
Foto: Hippel
Bis vor Kurzem mussten angehende Lehrer noch die Staatsprüfung, also das erste und zweite Staatsexamen, ablegen. Mittlerweile haben fast alle Bundesländer die Ausbildung auf die international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt. Nur Bayern und Baden-Württemberg bieten weiterhin das Staatsexamen an, in Bayern wird das Staatsexamen aber mit dem Bachelor- und Masterstudium kombiniert.
Für das Lehramtsstudium gilt: sechs Semester bis zum Bachelor und weitere zwei bis vier Semester bis zum Master – erst danach wird man in den Schuldienst aufgenommen. In den meisten Bachelor-Studiengängen müssen sich die Studierenden für zwei Fächer entscheiden. Die notwendigen pädagogischen und didaktischen Kenntnisse erwerben die angehenden Lehrer je nach Bundesland bereits im Bachelor- oder erst im Master-Studium. An der Uni Bielefeld beispielsweise entscheidet man sich erst mit einem „Master of Education“ für das Lehramtsstudium, während man sich im Bachelor noch mehrere Wege offen halten kann.
Vorbereitungsdienst
Nach dem Universitätsabschluss durchlaufen die Absolventen ein zweijähriges, arbeitsintensives Referendariat an einer Schule. In einigen Bundesländern verkürzt sich dieser sogenannte Vorbereitungsdienst für Masterabsolventen, die bereits schulpraktischen Studien absolviert haben, auf 18 Monate. Manche Bundesländer bieten für Absolventen, die nicht auf Lehramt studiert haben, auch einen Quereinstieg ins Referendariat.
Auch Lehrer lernen nie aus, in einigen Bundesländern gibt es sogar eine Fortbildungspflicht. Da Lehrer während des Schuljahres zum Unterricht in der Schule erscheinen müssen und sich in der Regel nicht frei nehmen können, bieten fast alle Bundesländer Online-Fortbildungen an. Damit können sich die Lehrer nach Schulschluss über das Internet weiterbilden. Darüber hinaus können sie bei Bedarf zentrale Weiterbildungseinrichtungen wie staatlichen Akademien, Landesinstitute oder wissenschaftliche Institute für Lehrerfortbildung besuchen. Die Themen der Weiterbildung reichen von der „Theorie und Praxis des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule“ über „Individuellen Umgang mit Stress“ bis hin zu Präsentationstechniken.





