Was ist überhaupt eine Prognose?
Das Wort Prognose stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „das Vorher-Erkennen". Eine Prognose versucht, unter Abwägung aller relevanten (und bekannten) Faktoren die zukünftige Entwicklung eines bestimmten Phänomens oder einer bestimmten Situation vorauszusehen. Es handelt sich also lediglich um eine Einschätzung.
Eine Arbeitsmarktprognose bemüht sich entsprechend, die zukünftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt vorherzusehen. Würde das immer funktionieren, dann wäre die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Beruf manchmal leichter. Doch leider können Prognosen niemals Sicherheit dafür bieten, dass das, was sie vorhersehen, auch tatsächlich so eintreffen wird.
Je mehr Faktoren, desto schwieriger
Gerade bei Untersuchungsgegenständen, die von sehr vielen und sehr unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden, wie zum Beispiel eben der Entwicklung der Arbeitsmarktlage, ist es schwierig, die exakte Entwicklung vorherzusehen. Schon minimale Veränderungen der Rahmenbedingungen, neue Trends oder gar unvorhergesehene Ereignisse wie etwa eine Naturkatastrophe können eine nachhaltige Änderung bewirken.
Doch auch die Prognose selbst kann dazu führen, dass sich die Lage anders entwickelt als prognostiziert, ja sogar gegenläufig. So geschieht das etwa beim sogenannten Schweinezyklus.
Prognosen sollte man daher stets als das betrachten, was sie sind: Einschätzungen, die mit einem gewissen Grad an Wahrscheinlichkeit eintreffen können, aber nicht müssen. Sie können dabei helfen, eine Entscheidung zu fällen, sollten aber nie der einzige Grund für die Entscheidung sein. Das gilt im Besonderen bei der Berufswahl.

