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Studienwege

Pur oder gemixt?

Wer sich für gesellschaftliche Prozesse und Strukturen interessiert, soziale Phänomene wie Arbeitslosigkeit oder Politikverdrossenheit erforschen möchte und Meinungsumfragen und Datenanalysen spannend findet, der ist in einem sozialwissenschaftlichen Studiengang richtig.

Das Feld dieser Studiengänge ist breit, die Bezeichnungen und Schwerpunkte variieren von Hochschule zu Hochschule. Die Studieninhalte der Bereiche Sozialwissenschaften und Soziologie ähneln sich aber, und häufig wird die Soziologie auch als Teilbereich der Sozialwissenschaften verstanden.

Die Uni Koblenz beispielsweise bietet einen klassischen Bachelor der Sozialwissenschaften an, mit den Schwerpunkten Soziologie, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Kommunikation und Kultur. In Osnabrück heißt der Bachelor dagegen „Social Sciences“ und legt den Schwerpunkt auf die Empirische Sozialforschung und Statistik, aber auch auf Politikwissenschaft, Soziologie und Sozioökonomie. Damit weist er einige Überschneidungen mit dem Bachelor Soziologie an der Uni Bremen auf, der sich ebenfalls mit der Empirischen Sozialforschung aber auch mit Soziologischen Theorien befasst.

Eng verwandt sind sozialwissenschaftliche Studiengänge  auch mit politikwissenschaftlichen Fächern. Daher sind in letzter Zeit viele integrierte Studiengänge entstanden – so wie der Bachelor Sozialwissenschaften in Augsburg, der die Fächer Soziologie und Politikwissenschaft mit einer Spezialisierung in politischer und sozialer Kommunikation verbindet. Häufig können in interdisziplinären Bachelors auch Soziologie oder Sozialwissenschaften in Kombination mit Wirtschafts-, Kommunikations- oder Medienwissenschaften studiert werden.

Spezialisierung im Master

Die Bandbreite der Spezialisierungsmöglichkeiten in den Sozialwissenschaften wird noch größer, wenn es darum geht, einen Master anzuschließen. Neben konsekutiven Mastern wie dem klassischen Master in Sozialwissenschaften an der Humboldt-Uni in Berlin, der sich mit  Demokratieforschung oder auch den Feldern Arbeit und Familie beschäftigt, gibt es auch ausgefallenere wie den deutsch-französischen Master „Empirische Politik- und Sozialforschung“ in Stuttgart. Auf das Geschlechterverhältnis unter sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten kann man sich im Master „Gender Studies“ in Bochum spezialisieren, an der Heinrich-Heine-Uni in  Düsseldorf auf die „Politische Kommunikation“. Als Masterstudent der „International Development Studies“ in Marburg stehen „Vergleichende Kulturforschung und Konfliktregelungen im internationalen politischen Umfeld“ auf dem Stundenplan.

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